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| Deutschland - Schleswig-Holstein | |
(PLZ 25767) Ein Gemeindeverbund in Dithmarschen im südwestlichen Schleswig-Holstein. Zum Amt Kirchspielslandgemeinde Albersdorf gehören die Gemeinden Albersdorf, Arkebek, Bunsoh, Immenstedt, Offenbüttel, Osterrade, Schafstedt, Schrum, Tensbüttel-Röst und Wennbüttel. Das auf der auf der Dithmarscher Geest gelegene Albersdorf ist Luftkurort.
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Die Gegend um Albersdorf war nach Erkenntnissen der Vorgeschichtsforschung seit der jüngeren Steinzeit (etwa 4.300 bis 2.300 v.) von einer bäuerlichen Bevölkerung besiedelt. Ihnen werden die zahlreichen megalithischen Anlagen rund um Albersdorf zugeschrieben. 1997 wurde das Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf (AÖZA) gegründet, das zum Ziel hat, die Lebensweise der prähistorischen Menschen dieser Gegend anschaulich nahezubringen. Zum Programm gehören neben prähistorischem Wanderweg auch Angebote für Schulklassen, wobei insbesondere das steinzeitliche Dorf Beachtung verdient. In diesem wird der Versuch unternommen, das Leben der Steinzeitmenschen zu rekonstruieren. Miuttlerweile entstanden einige Häuser, wie sie in jener Zeit gebaut worden sein mögen, alte Kulturpflanzen werden angebaut und es wird versucht, die technische Leistungen beim Bau der Großsteingräber nachzuvollziehen.
![]() Der Brutkamp in Albersdorf. |
Der Brutkampstein von Albersdorf liegt im Park des Ortes. Auf fünf kleineren Steinen ruht ein gewaltiger, etwa 25 Tonnen schwerer Deckstein. Einst soll der Dolmen Zentrum eines Fruchtbarkeitskultes oder vorgeschichtlicher Grabstätte gewesen sein.
Nur wenige Meter entfernt liegt in einem Wald der Kaiserberg, ein weiteres Hünengrab, auf dem ein Aussichtsturm errichtet wurde.
In Bredenhoop finden sich die sog. Riesenbetten, Steinsetzungen (Langbetten), die in ihrer Art etwas an die Bettstatt eines Riesen erinnern.
Ein bedeutendes Bauwerk jüngeren Datums ist die St. Remigius-Kirche mit einer Bronzetaufe aus dem 15. Jahrhundert.
Nördlich von Albersdorf liegt am Verlauf des alten Ochsenweges das Dorf Immenstedt. Früher erstreckte sich hier eine Heidelandschaft, die Immenstedter Loh.
Von einem Pastor Moldenhauer heißt es, als der in Albersdorf gestorben war, hörte man im Pastorat nächtliches Gepolter und kein Dienstbote mocht dort mehr arbeiten. Erst ein forscher Student soll den Geist überwunden, in sein Schnupftuch gebunden und zum Hademarscher Gehege gebracht haben, wo er in Gestalt eines Ziegenbock nächtliche Wanderer irregeführt und geprellt habe. (n. MÜLLENHOFF, Nr. 306, in: HUBRICH-MESSOW, 134)
Zwischen Albersdorf und Tensbüttel liegen die auch Mannigfalligen oder Mannigfuligen Bargen genannten Höhen. Dort hausten einst die Unterirdischen, welche einmal bei ihrem lustigen Schmaus einen Bauern teilnehmen ließen. Der war aber kein guter Gast und stahl einen silbernen Becher. Am folgenden Neujahrsabend wollte man aus diesem Becher trinken, da begann das Vieh schrecklich an zu schreien. Alles lief zum Stall, fand dort nichts, aber als man in die Stube zurückkehrte, war der Becher verschwunden, denn die Unterirdischen hatten ihr Eigentum unterdessen wiedergeholt. (MÜLLENHOFF, Nr. 469.1, n. HUBRICH-MESSOW, 132f.)