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 Deutschland - Uckermark
 
 

Angermünde

(PLZ 16278) Der Hauptort des Kreises Uckermark im Bundesland Brandenburg, gelegen am Mündesee. Wenigstens seit dem 8. Jahrhundert soll hier slawisches Siedlungsgebiet gewesen sein

Einst soll über dem Ort ein furchtbares Gewitter getobt haben. Als es dauerte und dauerte und gar nicht nachlassen wollte, da sandten die Einwohner einen Wagemutigen den Kirchturm hinauf, daß er nachsehe, ob das Gewitter nicht etwa an der Kirchsturmspitze festgehakt sei. Tatsächlich entdeckte der Kletterer im Schalloch des Glockenturms einen Anker, von dem aus eine Kette hinauf in die Wolken gespannt war, wo hoch droben ein Schiff schwebte. Rasch kappte man die Kette und das Schiff zog samt Gewitter davon. Den Anker verwahrt man seitdem in der Kirche und man gab dem Ort den Namen Angermünde.

Wappen von Angermünde
 
 
Das Wappen von Angermünde gibt es in dieser Form seit 1976, Vorlage waren erheblich ältere Siegel der Stadt, die bereits 1284 von den Grafen von Brandenburg das Stadtrecht erhielt. Von Mitte des 15. bis ins 16. Jahrhundert gehörte Angermünde zu Pommern. Diese Geschichte spiegelt sich im Stadtwappen, das sowohl den brandenburgischen Adler als auch den mit Pfauenfedern geschmückten Helm Pommerns zeigt. Jäger und Hirsch deuten auf eine Sage, derzufolge ein Jäger einst lange einen Hirsch hetzte, der schwimmend durch den nahen Seen entfloh, der zudem nach langem Regen über die Ufer getreten war, ehe der durch das Stadttor auf den Marktplatz von Angermünde floh, wo ihn der Jäger erlegte.

 

In einem nicht näher bezeichneten Dorf bei Angermünde sollen einmal zwei Brüder derer von Arnim gewohnt haben. Die beiden zürnten einander und der eine schlug dem anderen den Kopf ab. Seither erscheint der Kopf mal hier, mal da im Schloß und ist greulich anzusehen. Die im Schloß Beschäftigten haben sich aber, so heißt es, mittlerweile daran gewöhnt. (mündl. v. e. Bauern aus Mirow, n. KUHN u. SCHWARTZ, S. 53)

Unweit Angermünde, bei Herzsprung und Schmergendorf, liegt liegen mehrere Steine, welche von Hünen herrühren, welche mit ihnen dort einst Kegel gespielt hatten. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 59)