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 Deutschland - Schleswig-Holstein
 
 

Dithmarschen

 
--- Artikel in Vorbereitung ---
 

Zwischen Nordsee und Elbe, Eider und Nordostseekanal liegt im Südwesten Schleswig-Holsteins Dithmarschen. Die Landesnatur bildet zum einen die flachhügelige Geest, die im Zuge der vorletzten Eiszeit entstand, zum anderen die Marsch, die ein von der Nordsee geschaffenes Schwemmland ist. Die Marsch ist vermutlich höchstens 2500 Jahre alt.

Wappen von Norderdithmarschen
Norderdithmarschen
 
Wappen von Süderdithmarschen
Süderdithmarschen
Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert war Dithmarschen eine freie Bauernrepublik. Am 17. Februar 1500 tobte die Schlacht bei Hemmingstedt. Dithmarschen obsiegte in dieser Schlacht gegen den Dänenkönig Johann. Erst nach der Niederlage von 1559 (der „Letzten Fehde”) fiel das Land an den Herzog von Holstein und wurde in Norderdithmarschen (mit dem Hauptort Heide) und Süderdithmarschen (Hauptort Meldorf) geteilt. Die neuen Landesherren sind seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als Ritter in den früheren Wappen beider Landesteile zu sehen, nachdem es einige Zeit gedauert hatte, ehe die Bevölkerung den Ritter im Wappen akzeptierte.

1970 wurden Norder- und Süderdithmarschen zusammengelegt, seitdem ist das Wappen von Süderdithmarschen auch das Wappen des Landkreises Dithmarschen, dessen Hauptort Heide ist.

siehe auch Albersdorf, Bunsoh

 

Nachbarreim

„Der Nachbarreim scheint ganz besonders in Dithmarschen zu Hause zu sein, wenigstens sind mir nur von daher Beispiele bekannt geworden. Ger geht das Dorf, die Straße entlang, von Haus zu Naus, von Thür zu Thür, und sucht jedem Nachbarn etwas anzuhängen, sei es ein Spottwort auf dessen Person, Gewerbe oder Lebenswandel, sei es nur ein Reimwort auf den Namen.” (Aus dem Vorwort zu Topographischer Volkshumor aus Schleswig-Holsten, ges. v. H. Handelmann, Kiel 1866, S. 5.)

Ein Beispiel aus Elpersbütteler Donn bei Meldorf:

„Peter Nagel
Greeb ’n Bagel.
Klas Suhr
Krigt ’n in ’t Bur.
Do’t noch mal,
Seggt Jan Stahl.
Do’t man drist,
Seggt Klaas Zacharies.”
(ebd.)

In Kleinheide hieß es zu den Großvätern des Dichters Klaus Groth und des Komponisten Johannes Brahms:

„Sla em dot,
Seggt Klas Groth.
He hett nicks as luter lütje Hahns,
Seggt Brahms.”
(ebd., S. 6)