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| Deutschland - Schleswig-Holstein | |
Eine Halbinsel im Westen des Bundeslandes Schleswig-Holstein, die weit in das Wattenmeer hineinragt und auf der Karte als Nase eines nach Westen blickenden Gesichts erscheint.
Eiderstedt ist weitgehend flaches Marschenland, das man durch Deiche vor den Fluten der Nordsee zu schützen versucht. Die hatte zwar einst dieses Land aufgespült, andererseits gingen weite Gebiete in den Fluten unter. Früher war beispielsweise die Mündung der Eider sehr viel weiter westlich, vorzeiten bildete sie mit Elbe und Weser eine gemeinsame, riesige Trichtermündung, deren Rinnen noch heute erkennbar sind.
Über den Eiderstädter heißt es in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit (n. HANDELMANN, Nr. 54):
De Eiderstedter hett Klei ünner de Föte.
Nach einer Überlieferung aus Eiderstedt machte eine Frau nachts in einer Scheune ein großes Feuer und stellte darüber einen ganz kleinen Topf. Man holte den Kielkropf und der schlug verwundert die Hände zusammen und kreischte: Nun bin ich fünfzig Jahre alt und habe noch nie so etwas gesehen. Der Kielkropf war so als solcher erkannt und die Frau wollte ihn ins Feuer stoßen, aber etwas riß ihn fort und statt seiner war das rechte Kind der Frau wieder da. (Müllenhoff Nr. 494, n. HUBRICH-MESSOW, 93) Mit dem Kielkropf, worunter sonst auch das Kind einer Hexe und ihres Buhlteufels verstanden wird, ist hier also ein Wechselbalg gemeint.