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 Deutschland - Schleswig-Holstein
 
 

Elmshorn

(PLZ 25335-25337) Elmshorn liegt an der Krückau, ein leider nur in manchen Atlanten verzeichneter Fluß, der rechtsseitig in die Trichtermündung der Unterelbe entwässert. Etwa 35 Kilometer südöstlich von Elmshorn liegt als nächstgelegene Großstadt die Hansestadt Hamburg. Elmshorn ist mit etwa 41.500 Einwohnern (Stand: 1990) die größte Stadt des Landkreises Pinneberg, in dessen Nordwesten der Ort liegt und der zum Bundesland Schleswig-Holstein gehört.
Traditionelle Wirtschaftszweige Elmshorns sind Rosenzucht und Baumschulen, Landhandel und Ledergerberei. Letztere ist längst Geschichte. Von sportlicher Bedeutung ist die Pferdezucht.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Der alte Name „Elveshörn” (bzw. Elmeshörne) soll entweder „Ulmenwinkel” bedeuten oder „Horn (=Biegung) der Elbe”.
Mitte des 19. Jahrhunderts nannte man den Flecken Elmshorn auch „dat lütje Hamborg”.

Wappen von Elmshorn
 
Der im Jahre 1141 erstmalig als Elmeshörne erwähnte Ort besitzt seit 1879 das Stadtrecht. Das abgebildete Wappen von Elmshorn, entworfen und kaiserlich bestätigt 1903, in leicht abgewandelter Fassung 1954 bestätigt, zeigt das Walfangschiff „Flora”, ein Bezug zur vormaligen Bedeutung des Walfangs für die Stadt — über die in die Elbe mündende Krückau besteht Verbindung zur Nordsee. Die „Flora” brach 1817 zu ihrer ersten Grönlandfahrt auf.

 

In der Nacht des 3. August 1943 flogen britische Bomber den bis dahin schwersten Luftangriff auf Elmshorn.
Weit mehr Todesopfer als der Angriff vom August 1943 forderte indes jener, welcher kurz vor Kriegsende im April 1945 besonders Hainholz traf.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Die letzte öffentliche Hinrichtung in Elmshorn fand 1794 statt.

 

Zwischen Pilzerberg (wohl Peltzerberg) und Kuppelberg im ehemals eigenständigen Ortsteil Klostersande liegt die sogenannte Hexenkuhle. An gewissen Tagen, besonders Johannis (24. Juni), sieht man hier zwischen mittags zwölf und ein Uhr alte Frauen wandeln, welche zu dieser Zeit auf dem Pilzerberg ein nur dort wachsendes Kraut sammeln wollen. Dieses Kraut soll in seiner Wurzel Körner mit einem Johannisblut genannten roten Saft enthalten. Der Saft wird von den alten Frauen in blechernen Büchsen gesammelt. Nur, wenn es in der Mittagsstunde gesammelt wurde, wirke es Wunder, mit dem Schlage eins sei es mit dieser Kraft vorbei. (MÜLLENHOFF, Nr. 352, n. HUBRICH-MESSOW, 255)

Der einst vorhandene hölzerne Steg zwischen Elmshorn und dem heutigen Ortsteil Vormstegen soll früher nicht geheuer gewesen sein. Denn dort trieb ein wegen seiner Übeltaten verwünschter Ritter in Gestalt eines ungeheuren Hundes sein Wesen, dessen Schloß auf dem Krögersberg bei Vormstegen gestanden habe. Jeden Abend zwischen zehn und elf mußte er nach jenem Hügel wandern, zwischen elf und zwölf mußte er zurückkommen, denn eine Stunde längeren Verweilens hätte seine Strafzeit um ein Jahr verlängert. Überdies durfte er nicht trockenen Fußes wandern. Wenn die Wiesen nicht feucht genug waren, mußte der Ritter daher durch den alte Aue genannten Graben laufen. Der Ritter bzw. seine Hundegestalt war aber so groß, daß die Stege über den Graben auseinander gehen mußten. Ging dann gerade jemand über den Steg, so fiel er in den Graben hinab oder kam auf dem Hund zu reiten, und dieser Ritt währte bis zum ersten Hahnenschrei. Dann fiel der unfreiwillige Reiter herab und landete in der Krückau bei den Pfahlbuchten. Seit dort die Eisenbahnlinie entlangführt, soll der Hund verschwunden sein. (MÜLLENHOFF, Nr. 300.1, n. HUBRICH-MESSOW, 180f.)

 

„Warum Elmshorn im Friesenlande liegt.” Eine kleine Schrift von K. Butenschön.

 

siehe auch: „Daten zur Elmshorner Geschichte. Eine Zeitleiste von 1141 bis heute.” [externer Link]

 

Vermischtes

Über Elmshorn heißt es in Spottversen (beide aus HANDELMANN, Nrn. 56 u. 57):

„Hett en Kark und keenen Thorn.”

sowie:

„Klas Horn
Is geboren,
In Elmshorn
Op’n Klockthorn”
(D. h. also: nirgends. Spottreim aus Heide.)

 

In Elmshorns Nachbargemeinde Klein Nordende liegt die Liether Kalkgrube mit einem 230 Millionen Jahre altem Salzstock. Dieses ist eine geologische Besonderheit ersten Ranges, da sich derartige Formationen meist erst in Tiefen von 8000 Metern finden.

 

In der ersten in den Elmshorner Nachrichten vom 16. Dezember 1851 veröffentlichten amtlichen Bekanntmachung der für Elmshorn zuständigen Obrigkeit hieß es: „Da sich an einem im hiesigen Orte umherlaufenden Hunde Spuren der Hundewuth gezeigt haben, ist von der Rantzauer Administratur verfügt, daß der § 9 der Verordnung vom 20. März 1807 wegen Haltens der Hunde aufs Neue in Kraft zu setzen sei.” Diese Verordnung besagte, daß frei umherlaufende Hunde „unnachsichtig totzuschlagen” seien, die Kosten dafür fielen dem Halter zur Last. (EN vom 17. Jan. 2006)

 

Elmshorns Hauptkirche St. Nikolai geht auf einen Vorgängerbau aus dem 14. Jh. zurück. Dieser fiel 1657 der Zerstörung durch schwedische Truppen im Ersten Nordischen Krieg zum Opfer. Man errichtete einen Neubaum, der 1661 eingeweiht werden konnte, dem aber noch der Turm fehlte. Dabei blieb es sogar noch über die Erweiterung des Gotteshauses im Jahre 1733 hinaus. 1870 erhielt Elmshorn das (einfache) Stadtrecht und nun schien es an der Zeit für einen angemessenen Turmbau. Da es der Gemeinde an Eigenmitteln fehlte, gründete sich im Oktober 1877 das „Comité für den Thurmbau”, das binnen eineinhalb Jahren die nötigen Spenden sammeln konnte. Am 19. Oktober 1881 konnte das am Ende 45.000 Mark teure Bauwerk neugotischen Stils eingeweiht werden.

Der neue Turm von Elmshorns Hauptkirche wurde im Oktober 1881 eingeweiht.  

Trauriger Rekord: 2005 gilt Elmshorn als „Hochburg des Verbrechens” im Kreis Pinneberg (Elmshorner Nachrichten v. 4. März 2005) — täglich ereigneten sich im Jahre 2004 17 Straftaten.

 

Elmshorner Wetter

Allgemein gilt: „kommt Jahrmarkt — kommt Regen”.

Wann jeweils, weiß der Himmel. Es heißt aber, bei insgesamt ruhigen Wetterlagen komme der Regen in Elmshorn oft mit dem Hochwasser.
Wann das ist, erfährt man beim Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (externer Link). Für Elmshorn-Innenstadt (früher: Hafen) sind die Zeiten etwas später anzusetzen.