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| Germanen - Geographie und Geschichte | |
Die Friesen gehörten mit den Chauken und den Sachsen zu den am Oceanos (an der Nordsee) siedelnden Teilen der germanischen Stammesgruppe der Ingwäonen.
Der römische Gelehrte TACITUS nennt sie ein Küstenvolk, dessen Lebensraum an den Rhein grenzte und die in Großfriesen und Kleinfriesen geschieden sind. Zu ihrem Gebiet gehörten von TACITUS als Gerücht bezeichnete Säulen des Hercules, die seinerzeit dort noch vorhanden gewesen sein sollen (Germania, 34). Damit ist womöglich ein Heiligtum auf oder bei Helgoland gemeint.
F. ASWYNN stellt die Überlegung an, wenn England Land des Ing, Deutschland Land des Tiws, Skandinavien Land der Skadi bedeuten, dann könnte Friesland Frijas Land also Nachkommen der Freya bzw. des Frey meinen (Die Blätter von Yggdrasill, 2001, S. 108).
Als der hl. Willibrord auf der dem friesischen Gott Foseti geheiligten Insel Fositesland (Helgoland) frevelte, wagte es Radbod, der König der Friesen nicht, entschieden gegen Willibrord vorzugehen, weil der unter dem Schutz des fränkischen Königs Pippin stand (zwischen 690 und 714).
Geistliche Unterstützung erhielt Willibrord Anfang des achten Jahrunderts durch Bonifatius, dem Apostel der Deutschen und viele Friesen traten zum Christentum über.
Ihr Werk setzen andere fort, etwa der Liudger, der um 785 Helgolands Bekehrung abschloß, der heidnische Name der Insel, Fosetesland, änderte sich in Hêlegland (Helgoland).
Pitje van Scotland (Peterchen von Schottland), nennen die Nordfriesen den Teufel, weil von da die schlimmen Nordweststürme herkommen. (HANDELMANN, Nr. 167)
Bei den Friesen war die Nehalennia eine Göttin der ländlichen Fruchtbarkeit, deren heiliges Tier der Hase war. (BÄCHTHOLD-STÄUBLI, III,1506)