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| Germanen | |
Dem Römer TACITUS erschienen die Berichte vom kühlen und nebligen, von Sümpfen und dunklen Wäldern bedeckten Germanien (lat. Germania) so unerfreulich, daß der das mediterrane Klima gewohntene Gelehrte es für sehr wahrscheinlich hielt, daß die Germanen einst in jenem unwirtlichen Land der Erde entsprossen sein müßten, da sich sonst niemand in Germanien aufhalten würde, es sei denn, er wäre dort geboren. (Germania, 2)
Dieses Land ist jenes, das im Westen etwa entlang des Rheins an die Gebiete der keltischen Gallier grenzt, zur Zeit des TACITUS war hier die Provinz Gallien, römisch besetztes Land. Im Süden bilden (sehr) grob Alpen und Donau die Grenze, im Osten die Weichsel. Die Ausdehnung nach Norden hin war dem antiken Römer unbekannt, hier beginnt für TACITUS ein unerforschtes märchenhaftes Land mit Mischwesen aus Mensch und Robbe (Hellusier, Oxionen, Germania, 46).
Seit dem Mittelalter versteht man unter Germanien in mehreren Sprachen Deutschland (engl. Germany, ital. Germania, russ. Germanija).