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 Germanen - Stämme und Geschichte
 
 

Hermionen

(auch Herminonen, Erminonen, Irminionen) Eine der drei germanischen Stammesgruppen, die anderen sind die Istwäonen und die Ingwäonen. Die vom römischen Schriftsteller TACITUS Hermionen genannten Stämme dürften mit den Elbgermanen identisch sein.

Als ihr Stammvater gilt Irmin, der Sohn des Mannus.

Zur Zeit der ersten Römerkriege bildeten die Erminonen vermutlich eine der drei westgermanischen Kultgenossenschaften neben den Istwaeonen und den Ingwaeonen. Als zentrales Heiligtum der Erminonen gilt dann der Hain des allwaltenden Tiuz. (GOLTHER, S. 60f.)

Zu den Hermionen gehören die im Elberaum siedelnden (elbgermanischen) Stämme der Hermunduren, Langobarden, Semnonen, Juthungen, Markomannen und Quaden.

GUIDO VON LIST interpetierte die Angaben des TACITUS dahingehend, daß mit Ingwäonen, Hermionen und Istwäonen nicht bestimmte Stammesgruppen der Germanen gemeint seien, sondern diese Namen vielmehr soziale Stände innerhalb einer arisch-germanischen Nation bezeichneten. Die Ingwäonen seien demnach die Bauern, die Hermionen die Priesterschaft und die Istwäonen die Krieger gewesen. Den Begriff Hermionen germanisierte LIST zu Armanen und meinte, er bedeute „Erben des Sonnenkönigs”. (GOODRICK-CLARKE, 55)