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| Deutschland - Uckermark | |
(PLZ 16278) Ein Ort bei Angermünde in Brandenburg.
In älteren Texten (s. u.) findet sich auch die Schreibweise Mirow, so daß Verwechslungsgefahr mit Mirow in der Strelitzer Kleinseenplatte besteht.
Bei Mürow befindet sich auf einem Hügel eine Steinsetzung, die der Sage nach von spielenden Riesenkindern dort hinterlassen wurde:
Nahe am Wege von Frauenhagen nach Mirow bei Angermünde liegt auf einem Berge ein Hünenandenken, das besteht aus sieben großen Steinen, von denen sechs in einem länglichen Viereck zusammendgestellt sind, der siebente aber, welcher unten ganz flach ist, so auf die drei nach Westen stehenden gesetzt ist, daß er mit ihnen eine Kammer bildet, in der wohl zwei Menschen Platz hätten; außer diesen Steinen liegt noch eine Anzahl größerer und kleinerer zerstreut unher, sowie auch auf den umliegenden Bergen sich mehrere solcher Hünenandenken befinden, die zum Theil aufgegraben wurden; man hat in ihnen nichts als Urnenscherben und Knochen gefunden, die waren aber so groß, daß die Menschen, denen sie gehörten, wenigstens noch ein halb Mal so groß gewesen sein müßen, als die heutigen. Darum sagt man auch, daß sie von den Hünen herrühren, welche früher das Land bewohnten. Aus dieser Zeit stammt nun auch das eben beschriebene Hünenandenken, denn es waren einmal hier zwei Hünenkinder, die spielten, wie das unsere Kinder auch noch thun, mit einander Kapp.l Da sie aber so groß waren, hatte das eine seine Steine bei Welsow, das andere hier bei Mürow aufgestellt, und so warf denn ein jedes nach den Steinen des anderen; als sie aber des Spiels überdrüßig waren, ließen sie die Steine liegen, wie sie gerade lagen, und das sind nun die auf dem Berge bei Mürow. (Riesenkinder spielen Kapp, mündlich von einem Bauern aus Mirow, in: KUHN u. SCHWARTZ, S. 51)
Im gleichen Band heißt es in den Anmerkungen, einmal hätte man an diesem Ort gegraben, doch fand sich in der Grube eine große Kröte, weshalb man von weitere Arbeiten Abstand nahm, weil das Tier vermutlich der Teufel gewesen sei. (ebd., S. A. 51)