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Seit der Nachkriegszeit ist Schleswig-Holstein das nördlichste der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland, Landeshauptstadt ist Kiel. Schleswig-Holstein umfaßt den südlichen Teil der Halbinsel zwischen Nord- und Ostsee.
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Das Land ist in ostwestlicher Richtung auffallend gegliedert. Im Osten erhebt sich in sanften Wellen die Endmoränenlandschaft des östlichen Hügellandes. Während der Eiszeiten lagerten hier die Gletscher das Geröll ab, als ihr weiteres Vordringen gestoppt war.
Bei Abschmelzen der Gletscher schwemmte massenhaft feineres Material gen Westen, diese ehemaligen Sanderflächen prägen heute die Geest mit ihren sandigen Böden, die dem Hügelland westlich vorgelagert ist.
Zur Nordsee hin schließt sich das Marschenland an, ein jüngeres, wetgehend baumloses Schwemmland mit fruchtbaren, schweren Böden.
An der Küste geht die Marsch in das Wattenmeer über. Diese eigenartig eindrucksvolle Landschaft ist durch Ebbe und Flut mal dem Land, mal dem Meer zugehörig.
Von frühester Siedlung auf der Halbinsel ist nur wenig bekannt, Spuren sollen aber über 20.000 Jahre zurückreichen.
Im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung sollen von Schleswig-Holstein aus Angeln, Sachsen und Jüten über die Nordsee nach den britischen Inseln gewandert sein. Sie wichen wahrscheinlich wegen des Bevölkerungsdrucks und bildeten auf den Inseln die Angelsachsen.
Aus germanischer Zeit stammen die Funde von Haithabu bei Schleswig, die wertvolle Kenntnis über Kultur und Handelstätigkeit der Nordleute vermitteln.
Schleswig-Holstein als geographischer Begriff entstand am 15. August 1386, als die nordische Königin Margarethe dem holsteinischen Grafen Gerhard VI. ihr Herzogtum Schleswig überließ. Damit waren Schleswig und Holstein erstmals unter einer gemeinsamen Herrschaft.
Als 1460 die Großen aus Schleswig und Holstein einen gemeinsamen Herrscher wählten, erhielt diese der dänische König Christian I. Der hatte im Gegenzug die Forderung zu billigen, daß die beiden Herzogtümer up ewig ungedeelt (auf ewig ungeteilt) bleiben müssten und er bekräftigte dieses Versprechen mit einem Vertrag, der achtzehn Siegel trägt und der heute im Landesarchiv Schleswig-Holstein verwahrt wird.
Allerdings war es mit der Ewigkeit nicht weit her, denn schon dreißig Jahre später und noch weitere Male wurden die Landesteile wieder getrennt. Dagegen blieb es für knapp 400 Jahre bei der dänischen Herrschaft.
Erst 1848 wagte man den Aufstand, nachdem sich seit Beginn des Jahrhunderts ein Nationalbewußtsein entwickelt hatte. Anlaß für die Revolte waren dänische Versuche, den Landesteil Schleswig enger an das Königreich zu binden. Dänemark reagierte mit militärischer Intervention, der sich die Schleswig-Holsteiner geschlagen geben mußten, auch weil der Verbündete Preußen sich aus dem Streit zurückzog.
Schon 1864 kam es zum erneutem Kampf, diesesmal gelang die Ablösung von Dänemark mit Hilfe preußischer und österreichischer Truppen.1864 ging Schleswig-Holstein nach dem preußisch-österreichischen Winterfeldzug gegen Dänemark an die deutschen Staaten Preußen und Österreich. Mit der Erstürmung der Düppeler Schanzen am 18. April 1864 war die Sache für die Deutschen gewonnen.
Dagegen wurden schleswig-holsteinische Hoffnungen, man könne einen eigenen deutschen Staat bilden, enttäuscht. Denn nachdem Preußen nach dem Krieg gegen Österreich ganz Schleswig-Holstein innehatte, machte Otto von Bismarck es 1867 zur preußischen Provinz.
Gegen Ende des Ersten Weltkrieges und darauf war das Land erneut mit dem Geschick des Gesamtreichs eng verzahnt. Im November 1918 meuterten in Kiel Matrosen und begannen damit die Novemberrevolution, was letztlich mit zur Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und zur Niederlage im Krieg führte. Als an der Nordgrenze Dänemark reichsdeutsches Gebiet begehrte, wurden 1920 Volksabstimmungen durchgeführt. Beide Seiten suchten die weithin hungernde Bevölkerung für sich zu gewinnen, dänische Bemühungen führten zu manchem Speckdänen, denen Nahrungspakte zur Staatsfindung verholfen hatten. In Folge der Abstimmungen fielen etwa 4.000 Quadratkilometer schleswiger Land an das Königreich.
Im Mai 1945 wurde die Marineschule Mürwik bei Flensburg letzter Regierungssitz des Dritten Reiches (in der Nachfolge Adolf Hitlers Reichskanzler: Großadmiral Dönitz).
Die alliierte Besatzung (Schleswig-Holstein wurde Teil der britischen Besatzungszone) erklärte das Land Preußen für aufgelöst, und machten die Proinz Schleswig-Holstein zum Land, das seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ihr nördlichstes Bundesland ist.
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Das Wappen von Holstein zeigt das Nesselblatt, das Wappen der Grafen von Schaumburg, die auch Grafen von Holstein waren. Die älteste Darstellung dieses Wappens stammt aus dem Jahr 1239 und war das Wappen des Grafen Johann I., ältere Wappen zeigten bis 1238 einen Löwen.
Schleswig-Holstein, meerumschlungen
Schleswig-Holstein, meerumschlungen, deutscher Sitte hohe Wacht,
wahre treu, was schwer errungen, bis ein schöner Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Ob auch wild die Brandung tose, Flut auf Flut von Bai zu Bai,
o laß blühn in deinem Schoße deutsche Jugend, deutsche Treu!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Doch wenn innre Stürme wüten, drohend sich der Wind erhebt,
schütze Gott die holden Blüten, die ein mildrer Süd belebt.
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Gott ist stark auch in den Schwachen, wenn sie gläubig ihm vertraun;
zage nimmer, und dein Nachen wird trotz Sturm den Hafen schaun!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
Von der Woge, die sich bäumet, längs dem Belt am Ostseestrand,
bis zur Flut, die ruhelos schäumet, an der Düne flücht`gem Sand.
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Und wo an des Landes Marken sinnend blickt die Königsau,
und wo rauschend stolze Barken elbwärts ziehn zum Holstengau,
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Teures Land der Doppeleiche unter einer Krone Dach,
stehe fest und nimmer weiche, wie der Feind auch bräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Der Text ist von Matthäus Friedrich Chemniz, gesungen wird es nach einer Melodie von Karl Gottlieb Bellmann — erstmals geschah dieses am 24. Juli 1844 beim schleswig-holsteinischen Sängerfest.