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| Deutsche Sagen | |
(poln. Wolin) Eine 265 qkm bedeckende pommersche Insel im Stettiner Haff (zwischen Dievenow und Swine) mit dem Hauptort Wollin. Die Insel ist im Westen durch die Swine von der Insel Usedom, im Osten durch den Dievenow vom Festland getrennt. Im Dievenow liegt als kleine Nachbarinsel Gristow. Aufgrund der Grenzverschiebungen nach dem II. Weltkrieg gehört Wollin heute zur Republik Polen.
Der Hauptort Wollin hatte anno 1990 rund 3200 Einwohner, der zweite größere Ort ist Misdroy.
Es gibt Vermutungen, das auf Wollin das sagenhafte Vineta lag.
Ehedem soll Wollins Name Jollin gelautet haben und die Stadt sehr viel größer gewesen sein als später. Im Westen habe sie bis nach Plötzin gereicht, wo man später noch Fundamente alter Gebäude gefunden haben soll. Warum die Stadt untergegangen ist, weiß die Überlieferung leider nicht zu berichten. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 11)
Bei Wollin liegt der Silberberg, in dem ein Schatz vergraben sein soll. Den könne nur heben, wer zu Mitternacht ein schwarzes Huhn, einen schwarzen Bock und eine schwarze Katze opfert und dabei schweigt. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 11)
Ein anderer bemerkenswerter Berg der Gegend, beim Dorfe Gaulitz, ist der Ottoberg. Von diesem aus soll Bischof Otto zuerst den heidnischen Slawen gepredigt haben. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 11)
Eine aus Wollin überlieferte Sage weiß von dem alten Schloß, das nahe Groß-Stepenitz am Stettiner Haff liegt, daß darin einst eine Prinzessin gewohnt habe, der es verboten war, sich weiter als eine Meile vom Schloß zu entfernen. Einmal tat sie das aber doch, woraufhin es einen fürchterlichen Knall gab und das Schloß von oben bis unten geborsten war, vovon der später noch erkennbare Riß quer im Gemäuer rührte. Die Prinzessin selbst wurde in eine dicke Kröte verwandelt, welche seither in einem der Zimmer des Schlosses auf Erlösung wartet. (n. KUHN u. SCHWARTZ, S. 9)