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| Deutschland - Niedersachsen | |
(PLZ 26160) Eine Stadt im Landkreis Ammerland im heutigen Bundesland Niedersachsen.
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Dieser auch Elmendorfer Meer oder Perle des Ammerlandes genannte und mit 526 Hektar Seefläche bei bis zu 5,50 Metern Tiefe drittgrößte Binnensee Niedersachsens soll entstanden sein, als der Teufel einen Kirchenbau in Oldenburg zu unterbinden versuchte. Zwischen Elmdorf und Bad Zwischenahn riß er wutentbrannt einen Wald aus dem Boden und flog damit in die Nacht hinaus, um darunter die Häuser der Christen zu begraben. Im Flug hörte er einen weißen Hahn krähen. Ihm entgegnete der Teufel Witte Hahn witt, ich acht` die een Schritt!. Dann vernahm er den Ruf eines roten Hahns. Dem entgegnete der Gehörnte Rode Hahn ro` ich acht di so no! [mißachte dich], er ließ aber einige Bäume fallen, woraus der kleine Wildenloh entstand. Weiter dämmerte der Morgen und ein schwarzer Hahn krähte. Der Teufel rief Swarter Hahn swart, du treddst mi all wedder up´t Hart! und vom Strahl der Sonne getroffen ließ er über dem Moor den Rest des Waldes fallen, den heutigen großen Wildenloh. Der Wurzelraum des ausgerissenen Waldes aber füllte sich mit Wasser und wurde zum heutigen Zwischenahner Meer. (Die schwarzen Führer, S. 23 u. Gemeinde Bad Zwischenahn 2002)
Sonst erklärt man die Entstehung des Gewässers auch als Folge der Eiszeiten, man vermutet auch, unterhalb des Sees sei ein Hohlraum gewesen, der einstürzte und so über sich die nun wassergefüllte Mulde bildete.
Die heute evangelische Kirche Johannes des Täufers in Bad Zwischenahn am südlichen Ufer des Zwischenahner Meeres wurde 1124 erstmals erwähnt, zunächst soll das Gotteshaus ein Lehmbau gewesen sein. Etliche Jahrzehnte später wurde der von der eigentlichen Kirche getrennte Turm errichtet. Einmal sollen sich die Oldenburger mit den Münsterländern befehdet haben. Als man die Glocken des Turmes davonschaffen wollte, wehrte sich der Glockenturm indem eine herabstürzende Glocke die Plünderer erschlug. (Die schwarzen Führer, S. 23 u. Gemeinde Bad Zwischenahn 2002)
Nach der Reformation zeigte sich das Inventar des Gotteshauses erneut wehrhaft. Man hatte ein Standbild des Johannes in eine dunkle Ecke gestellt, da der nüchterne Protestantismus wenig Gefallen an der reichen spätgotischen Ausgestaltung fand. In katholischer Zeit wurde dieses Standbild jedes Jahr am Johannistag auf einen Stein vor die Kirche gestellt, wo ihm die Gläubigen seine Ehrengaben darbrachten. Damit war es mit der Reformation vorbei und man stellte den Täufer in eine finstere Ecke des Gemäuers. Einmal waren Bauarbeiten in der Kirche nötig. Es dämmerte der Abend und einer der Arbeiter drückte der Statue ein Licht in die Hand, wobei er respektlos bemerkte, nun könne der Heilige einmal etwas Nützliches tun - woraufhin das Licht erlosch und der Grobian eine deftige Maulschelle empfing. (ebd. u. Gemeinde Bad Zwischenahn 2002)
Erheblich jünger (April 1979) ist ein Presseradau um einen angeblich riesigen Wels, der im Zwischenahner Meer sein Wesen treibe.
Der Sichtung liegt die Sage von einer Insel zugrunde, die einst inmitten des Sees gewesen sein soll. Auf ihr lebte der Junker Alwin, der das Fräulein von Oldenburg liebte, die aber dem russischen Zaren versprochen war. Alwin schwor ihr dennoch ewige Treue und genau fünf Jahre nach der Trennung versank Alwins Insel in einer tosenden Gewitternacht im See, der Junker verwandelte sich in den Wels. (Gemeinde Bad Zwischenahn 2002)
Quellenhinweis: Die Informationen der Gemeinde Bad Zwischenahn stammen von der amtlichen Website (www.bad-zwischenahn.de) in der Version vom 11. November 2002.