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| Germanische Mythologie | |
(Giöll, Lärm) In der nordischen Mythologie der Unterweltsfluß am Rande des Totenreichs der Hel (Edda, Gylfaginning, 4).
Gjöll entspringt der Quelle Hvergelmir und strömt entlang der Menschenwelt, ehe er zur Hel herabrinnt (Grimnirlied, 28, n. SIMROCK).
Mit ihm genannt sind die Ströme Nyt und Nöt, Nönn und Hrönn, Slid und Hrid, Sylgr und YIgr,
Wid und Wan, Wönd und Strönd, Giöll und Leiptr ebd.).
Hier wartet der Höllenhund Garm auf Neuankömmlinge. Gjallarbru, eine goldene Brücke überspannt den Fluß, bewacht von der Riesin Modgudr (BELLINGER, 161).
Das Motiv eines Flusses, über den die Toten auf der letzten Reise in einer Fähre setzen müssen, kommt auch in der griechischen Mythologie vor. Hier ist es der Acheron, der auf dem Weg nach Hades gequert wird.
Gjöll heißt auch die Steinplatte, an der die Götter den Fenrir fesselten (Gylfaginning, 34).