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| Germanische Mythologie | |
(die grünende) Eine Weise Frau, Wala und Heilerin, nach STANGE auch Wachstumsgöttin (Die Edda, 1995, 404).
Nachdem Thor im Zweikampf mit Hrungnir schwer verletzt wurde, weil sich ein Splitter von des Riesen steinerner Waffe in seinen Kopf gebohrt hatte, versuchte Groa, die Fremdkörper mit Zauber zu entfernen.
Während der Operation erzählte ihr Thor, daß der lang vermisste Gatte der Groa, Aurvandil (o. Örvandil), noch lebe. Von Iötunheim im Norden kommend habe er ihn in einem Korb auf dem Rücken getragen und schon bald werde er heimkehren. Aus dem Korb lugte — so Thor weiter — ein Zeh Aurvandils hervor, der zu Eis gefroren war. Den Zeh brach Thor ab und warf ihn an den Himmel, zum Zeichen, daß sein Besitzer noch lebe. Dort leuchtet er seitdem als der Stern Örvandilstâ (Oerwandils Zehe). Über diese gute Nachricht war Groa so beglückt, daß sie den Rest des Zaubers vergaß und Reste von Hrungnirs Wetzstein im Schädel des Donnergottes verblieben (Edda, Skaldskaparmal, 59).
Ähnlich dem Thor erging es dem Sagenhelden Dietrich von Bern, der mit einem Pfeil verwundet worden war und dem nach der Operation ein Stück davon in der Stirn steckengeblieben war, wie dem Thor der Stein des Hrungnir (GRIMM, Deut. Mythol., I., S. 309).
Im Eddalied Zaubergesang der Groa berät Groa den Swipdag, nachdem der sie nekromantisch geweckt hatte (Edda, Grógaldr).
Der nordischen Groar soll bei den Germanen Mitteleuropas die Breide (Bertha) entsprechen (GRIMM, 1992, 311).
Siehe auch die Thor - Geschichte Der Kampf mit Hrungnir