Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Germanische Mythologie
 
 

Gunnar

Dieser Held der nordischen Sage ist Sohn der Grimhild und des Giuku, seine Geschwister sind Gudrun und Högni, ein Stiefbruder ist Gutthorm. Ihn liebte Oddrun, die Schwester des Atli, doch wurde seine Frau Brynhild. Die gewann er durch List mit Hilfe des Sigurd, der diesen Dienst später mit seinem Leben büßen mußte. Als daraufhin auch Brynhild den Tod wählte, wurde Glaumwör zweite Frau des Gunnar.

Atli, König der Hunnen, lud Gunther und seine Giukungen (Niflungen) an seinen Hof, die sie trotz unguter Vorzeichen annahmen. Atli verlangte die Herausgabe des Hortes, den Goldschatz, den sie durch Sigurds Tod an sich gebracht hatten. Sie verweigerten dieses und es kam zum erbitterten Kampf, in dem alle den Tod fanden, zuletzt Gunnar selbst, der sich weigerte, das Versteck des Hortes, den er mit Högni im Rhein versenkt hatte, preiszugeben und festgesetzt in einem Turm voller Schlangen bis zu seinem Ende Harfe spielte (Edda, Das Alte Atlilied), ehe ihn eine der Schlangen bis zur Leber durchbohrte (Drap Niflunga).

Gunnar entspricht dem Gunther des Nibelungenliedes, wenngleich sich die Überlieferungen in vielen Details unterscheiden.