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 Germanische Mythologie
 
 

Hermodhr

(nord., Hermôðr, Hermodur, Hermodr, Hermod, Hermut). In der nordischen Mythologie ein Götterbote.

Hermodhr, den man „den schnellen” nannte, ist Sohn des Odin (Edda, Gylfaginning, 49) und der Frigg. Er ist Bruder von Balder und Hödur.

Mit dem Dichter Bragi begrüßt er die in Walhall ankommenden Einherier (BELLINGER, 185).

Als Bote der Frigg ritt er auf Odins Pferd, dem achtbeinigen Sleipnir während neun Nächten in das Totenreich der Hel, um diese zur Herausgabe des getöteten Balder zu bewegen. Sein Bemühen bleibt vergebens weil Hel sich weigerte, Balder gehenzulassen, bevor nicht alles und jeder um ihn weinte, die Riesin Thökk aber keinerlei Trauer bekundete. Immerhin brachte Hermodhr Odins Armreif zurück, den er um Balders Leichnam gelegt hatte (Gylfaginning, 49).

Als Götterbote erinnert Hermodhr auch namentlich an den griechischen Hermes, den die Römer Merkur nannten (COTTERELL, 198).

siehe auch siehe auch den Stammbaum der Asen und Vanen