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 Germanische Mythologie
 
 

Hlidskialf

(Lidskialf, Lidskjälf, „Schelf des Mitgefühls”) Von seinem im Saal Walaskialf (Gylfaginning, 17) in der Götterburg Asgard gelegenen Thron Hlidskialf aus kann Odin alle Welten überblicken und alles sehen und hören, was getan und gesagt wird (Edda, Gylfaginning, 9).

Einmal saßen Odin und Frigg auf Hlidskialf und wetteten, ob Odins Schützling Geirröd ein großer König sei oder ob der, wie Frigg behauptete, ein schnöder Geizhals war, der die Gastfreundschaft mißachte (Grimnismal).

Von diesem Hochsitz erspähte Odin auch den flüchtigen, in einen Lachs verwandelten Loki (Gylf., 50).

Einmal setzte sich auch der Freyr auf den Hlidskialf, sah von dort aus die Riesin Gerdr und verliebte sich in sie (Skirnirlied).