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 Germanische Mythologie
 
 

Hoenir

(auch Haenir) In nordischer Mythologie ein Meer- und Wassergott, Wolkengottheit, Frühlings- und Jahresgott und Herr der Schwäne und einer der Asen.

Der langbeinig gedachte Hoenir (er wird auch Vili genannt) erschuf zusammen mit seinen Brüdern Odin und Lodur (Ve) das erste Menschenpaar Askr und Embla.
Er gab diesen den klaren Verstand (Edda, Völuspa, 17f.), in manchen Mythen auch die Stimme.

Zusammen mit Odin und Loki unternahm Hönir einst eine Ausfahrt, die Welt kennenzulernen. Bei dieser Fahrt tötete Loki einen Otter, was zum Grund für den verfluchten Nibelungenhort wurde (Edda, Lied vom Drachenhort u. Skaldskaparmal, 62).

Nach dem Friedensschluß zwischen Asen und Vanen nach ihrem Krieg kam er als Geisel zu den Vanen (Gylfaginning, 23).

Die aber waren nicht übermäßig begeistert von ihrem neuen Mitbewohner, denn Hoenir hatte seinen klaren Verstand offensichtlich ganz den Menschen überlassen. Ständig redete der Bruder Odins immer nur das, was zuvor bereits Mimir verkündet hatte und war unfähig, irgendeine Entscheidung zu treffen.
Irgendwann reichte es den Wanen und sie schlugen Hoenirs Vorsprecher Mimir den Kopf ab.

siehe auch siehe auch Stammbaum der Asen und Vanen