Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Germanische Mythologie
 

Laufey o. Nal

(Laufey, „Bauminsel”; Nâl, „die schmale”, „schmiegsame”) Diese war mit dem Riesen Farbauti die Mutter des Loki, dem „Verlästerer der Götter” und „Anstifter allen Betrugs” (Edda, Gylfaginning, 34).

Farbauti soll einen Blitz auf die Laufey geschleudert haben, worauf diese mit dem Loki schwanger war (COTTERELL, 1999, 188).

Daß Loki in der Edda stets Loki Laufeyra sonr („Loki, Sohn der Laufey”), nicht aber Farbauta sonr („Sohn d. Farbauti”) genannt wird, liegt nach J. GRIMM im poetischen Stilmittel der Alliteration begründet, zudem sei Laufey (schwed. Löfö) Personifikation eines Ortes und weise vermutlich auf einen elementarischen Bezug (Deut. Mythol., I., 204).

GRIMM erwähnt außerdem die namentliche Ähnlichkeit der Laufey zu schwed. löfjerskö, Laub- oder Waldjungfrauen an, von denen in der schwedischen Volkssage aber nur wenig mitgeteilt wird (ebd., 400).

Nâl weise auf Begriffe wie Teufelsnadel oder Teufelshaarnadel, womit die Libelle gemeint ist, und unterstreiche damit die Natur des Loki als Riese, wobei die den Riesen zugedachten Eigenschaften den christlichen Vorstellung vom Teufel nahekomme (ebd., II., 860).