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| Germanische Mythologie | |
(Mundilföri, nord. der sich nach bestimmten Zeiten bewegt, Beweger der Weltachse) Er gilt in den Liedern des Nordens als Vater der Sonne Sôl und des Mondes Mani (Gylfaginning, 11).
Eigentlich wollte Mundilföri seine Tochter Sôl einem Manne namens Glenur vermählen, doch waren die Götter (Asen) über Mundilföris Stolz erzürnt und verlangten, daß die Geschwister in Wagen über den Himmel ziehen (Gylfaginning, 11).
Seither ziehen die beiden täglich als Sonne und Mond über den Himmel (Wafthrudnirlied 23).
Vgl. die Gottheiten Nott und Dagr, die Nacht und Tag bilden.
Der Berliner Autor Max Ferdinand Seebaldt von Werth (1859 bis 1916) hielt Mundilföri für den Schöpfer des Universums aus dem Urchaos. Guido von List nahm diesen Gedanken auf und erklärte, die Swastika sei aus dem Feuerquirl entstanden, mit dem Mundilföri den Kosmos erschaffen habe. (n. GOODRICK-CLARKE, 50f.)