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| Germanische Mythologie | |
(nord. Neiddrache) In nordgermanischer Mythologie eine Schlange bzw. ein Drache (male pungens caedens), die in Niflheim am Brunnen Hvergelmir haust und dort an der Wurzel des Weltenbaums Yggdrasil nagt.
Nidhöggr trinkt das Blut der Toten und frißt die Leichen, die im hier gelegenen Totenreich der Hel reichlich anfallen.
Zwischen der Schlange und einem oben im Geäst der Yggdrasill sitzenden Adler läuft das Eichhörnchen Ratatoskr hin und her, um des Adlers Worte zu Nidhöggr mitzuteilen (Edda, Grimnismal, 32).
Den Weltuntergang (siehe Ragnarökr) wird der Drache zunächst überleben. Er wird, tief drunten fliegend, die Toten in seinem Fittich tragen und dann versinken (Völuspa, 57).
In altnordische Merkversreihen (Thulur) wird ein Zwerg Nidhöggr genannt, in der Völuspa ist er aber Totendrache.
Den Mittelpunkt des bekannten Mosaiks in der Basilika von Teurnia in Kärnten (500 n. Chr.) bildet der heilige Baum, die Weltesche; die Darstellung läßt sowohl den Wurm ,Nidhög’ und den Brunnen erkennen wie den Honigtau, der von den Zweigen der Weltesche träufelt. (SCHIMITSCHEK, 1968, 19) — für nähere Informationen zu diesem Mosaik, ihr Alter und Abbildungen wäre der Autor sehr dankbar.