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| Germanische Mythologie | |
(nord. der Dahingleitende) In der nordgermanischen Mythologie das Roß Odins. Das Gleitende heißt es, weil es zu Land, zu Wasser und in der Luft gleichermaßen dahingleiten kann. Überdies ist Sleipnir das schnellste Pferd der Welt.
Loki mußte die rechtzeitige Fertigstellung Asgards verhindern, damit nicht die Freyja dem Asgard-Erbauer Hrimthurs anheim falle. Er verwandelte sich darum in eine Stute und verführte so Svadilfari, den Hengst des Baumeisters. Davon wurde Loki schwanger und gebar den Sleipnir. Der hat acht Beine und ist von grauer Färbung (Gylfaginning, 42).
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Auf diesem Pferd vermag Odin auch in die Welt der Toten einzureiten. Um Balders Träume zu ergründen, reitet er auf Sleipnir nach Nifelheim (Edda, Balders Träume 2).
Als Balder gestorben war, ritt sein Bruder, der Götterbote Hermodhr, auf Sleipnir nach Hel, um ihn von dort zurückzuholen.
Zur Endzeit Ragnarök wird Odin auf Sleipnir in die Schlacht reiten.
Sleipnir war Stammvater des Grani, dem Pferd Sigurds.
Das Roß Odins ist auch in Dichtung und Volkstum eingegangen. Sleipnirs verdr (Speise) ist eine Umschreibung (Kenning) für das Heu. In Schonen und Blekingen blieb es lange sitte, daß die ernter auf dem acker eine gabe für Odens pferde zurück ließen (GRIMM, I, 128). Ähnliches Brauchtum gab es auch in Mecklenburg (ebd.).
Damit Wodens (=Odin) Pferd den Samen nicht zertrampele, unterließ man es, am Wodenstag (Mittwoch) kein Lein zu jäten.
Ein berühmtes fliegendes Pferd in der griechischen Mythologie ist der Pegasos.