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 Germanische Mythologie
 
 

Sol

(nord. Sonne), Sunna (ahd.) In der germanischen Mythologie die Sonnengöttin. Sie ist die Personifikation der Licht und Wärme spendenden Sonne.
Sol ist die Tochter des Mundilfari und Schwester des Mondgottes Mani und Gattin des Glenr.
SNORRI rechnet sie zu den Asen (Gylfaginning, 35)

Die Sonne formten die Götter aus einem Funken. Sie legten den Feuerball auf einen goldenen Wagen, der von zwei Schimmeln gezogen und von der Sol gelenkt wurde. Gegen die Hitze der Sonne befestigten die Götter am Wagen einen Schutzschild namens Svalin.

Sol fährt in ihrem von den beiden Pferden Alsvidr und Arwakr gezogenen Wagen über den Himmel. Beständig verfolgt sie der Wolf Skalli. Zu Ragnarök wird er die Sol einholen und der ebenfalls von einem Wolf (dem Hati) verfolgte Mond Mani wird vom Managarm verschlungen werden und sein Blut die Sonne verfinstern.

In der neuentstandenen Welt wird dennoch eine Sonne scheinen, denn bevor der Fenrir sie würgt, gebiert sie eine Tochter (Wafthrudnirlied, 47)

 

Kulturhistorisches Dokument ihrer bronzezeitlichen Verehrung ist der Sonnenwagen von Trundholm. Im Thorsberger Moor (Norddeutschland) fand man eine Gürtelschnalle mit dem Sonnenrad, das wohl Zeichen der Sunna war.

Die Sol wird im zweiten Merseburger Zauberspruch genannt.
Der Sonntag ist als sunnuntag (ahd. [Sonnentag]; engl. Sunday) nach Sol benannt

Die germanische Sol wurde dem römischen Sonnengott Sol gleichgesetzt. Damit entspricht sie auch dem griechischen Helios.