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 Germanische Mythologie
 
 

Vanen

Vanir, Wanen (nord. „die Glänzenden”, „die Gewohnten”, „die heimischen Götter von Feld und Flur”) In der nordgermanischen Mythologie ein Göttergeschlecht, eine ältere und kleinere Gruppe von meist Fruchtbarkeitsgottheiten, Schutzgottheiten der Bauern, Seefahrer und Fischer, die von der Göttin Nerthus stammen sollen.
Sie gelten als ältere, später von den kriegerischen Asen verdrängte skandinavische Gottheiten, friedliebende Naturgeister denen die Pflege von Feldern und Äckern oblag.

Wohnort der Vanen ist Vanaheimr. Sie gelten für weise und verständig und beherrschen den Zauber Seidr.

Ihrer Höchste waren die Mutter Erde und „die Gebieterin” Freyja mit den Beinamen Vanadis oder Matriarchin der Flur.

Bei den Vanen kommt die Geschwisterehe vor, wohingegen der Inzest bei den Asen als Blutschande angesehen wird. Durch Gullveig wecken sie in den Asen die Gier nach Reichtum, was zum Asen-Vanen-Krieg führt. Die Asen fingen die heilige Zauberin Gullveig und folterten sie. Beim Friedensschluß müssen die Vanen den Asen Freyr, Freyja und Njörd sowie den Kvasir als Geiseln überlassen, zu ihnen gelangen von Hoenir und Mimir.

Zwar galt seit Friedensschluß der asische Odin als höchster der Götter, aber die Vanen blieben in hohem Ansehen, viele behielten die Ehrfurcht vor ihren Zauberkräften. Alles Wissen, über das die Asen von nun an verfügten, stammte von ihnen.

Allgemein galten die Vanen für weiser als die Asen. Beispielsweise wird Heimdall ausdrücklich dafür gepriesen, dieser hellste der Asen sei weise wie die Vanen (Thrymsk., 15).

 

Die Vanen: Freyr, Freya, Njörd, Gefion und Nerthus.

 

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