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 Griechische Mythologie
 
 

Pais, Teleia, Chera

(gr. „das Mädchen”, „die Erfüllte”, „die Einsame”) Drei Beinamen der Göttin Hera, die ihr an einem und demselben Ort gegeben wurden. Durch diese drei Namen wurde eine Dreifaltigkeit der Göttin und eine an die Mondphasen erinnernde Periodizität ausgedrückt. Besonders der Name Teleia läßt die Bedeutung der Hera als Ehegöttin erkennen. (KERÉNYI, 94)

Der Tempel der Hera Teleia stand dort, wo sich einst Zeus, getarnt als Kuckuck, der Hera genähert haben soll. (KERÉNYI, 78)

Den Namen Chera erhielt Hera, weil sie vor der Heirat mit Zeus Jungfer, nach der Trennung Witwe war. Sie repräsentierte die beiden großen Abschnitte im (damaligen) Leben der Frau, Heirat und Ehe und wurde besonders von Brautleuten verehrt.
In Plataea in Boeotien gab es ein großes, vom Bildhauer Praxiteles geschaffenes mamornes Bild einer stehenden Hera Teleia (PAUSANIAS, Boeotien, 2,7)