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| Griechische Mythologie | |
Ein Fluß in Kleinasien, der wegen seines stark gewundenen Laufs zum allgemeinen Namensgeber für geschlängelt fließende Wasserläufe (Mäander) wurde. Der Maiandros ist rund 529 Kilometer land und windet sich durch die kleinasiatischen Küstengebirge, ehe er bei der antiken Stadt Milet ins östliche Mittelmeer mündet. Heute liegt der Maiandros auf dem Staatsgebiet der Türkei und heißt Menderes, die wichtigste Stadt im Gebiet seiner Mündung ist Izmir. Wie Flußläufe allgemein, so galt der Maiandros den antiken Griechen als Gottheit.
Diesem Gott wurde einmal ein regelrechter Prozeß gemacht. Weil der Maiandros nach schweren Regenfällen über seine Ufer tritt und dabei mitunter auch erhebliche Schäden an Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen längs seiner Ufer herbeiführt, klagten ihn die betroffenen Bauern und Hausbesitzer an. Der Maiandros wurde auch zur Schadensersatzleistung verurteilt, doch weil die Eintreibung des Geldes naturgemäß beim Verurteilten nicht gelingen konnte, verpflichtete man die entlang seines Laufes tätigen Fährleute, aus den erhobenen Fährgeldern die Wiedergutmachung zu bestreiten. (SCHREIBER, S. 94)
Das Wort Mäander soll sich aus maia für das weibliche und andr für das männliche Prinzip zusammensetzen. (WENDT, 27)
In der Kunst nennt man ein Ornament aus rechtwinklig gebrochenen Linien Mäander. Dieser Schmuck wurde bereits in der Jungsteinzeit ausgeführt, in der geometrischen Epoche der griechischen Kunst entfaltete er sich zu hoher Blüte.
![]() Mäander |