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 Griechische Mythologie
 
 

Ogygos

(lat. Ogygus) Er ist einer der griechischen Fluthelden, welche die große Sintflut bzw. eine davon überlebt haben sollen. (Die anderen beiden Berichte von der Flut nennen als Überlebende Deukalion und Pyrrha sowie Dardanos, KERENYI, 178)

Ogygos war Sohn des Boiotos. Nach PAUSANIAS war er Vater des Eleusis und ein König von Athen (Attika, c. 38,7) oder König der böotischen Ektener (Böotien, c. 5). Als seine Eltern werden aber auch Poseidon und Alistra angegeben.

Als sein Name wird auch Ogyges angegeben, dann soll er Erbauer der Stadt Eleusis gewesen sein.

Mit seiner Gattin Thebe, einer Tochter des Zeus und der Jodame, zeugte Ogygos die Söhne Kadmos und Eleusis und die Töchter Alalkomenia, Aulis und Thelvinia.

Während seiner Regierung soll am Himmel ein Wunderzeichen zu sehen gewesen sein, indem die Venus Farbe, Größe und Gestalt sowie ihren Lauf verändert habe. Diese Veränderungen sollen durch einen Kometen verursacht worden sein.

Ebenfalls in die Regierungszeit des Ogygos fiel die nach ihm benannte große Wasserflut.
Dieses Ereignis soll im Jahr der Welt 2169 eingetreten sein, zur Zeit des biblischen Partarchen Isaak (n. CALVISIUS, A. M. 2169). Auch anderweitig wurde Ogygos mit Gestalten der Bibel in Verbindung gebracht, indem man ihn für einen Prinzen der Amalekiter und mit Og, Agag oder Ogug für einerlei hielt.

 

Soweit nicht gesondert angegeben (anklickbare Quellenangabe) folgt die Darstellung HEDERICH, Gründliches mythologisches Lexikon, Sp. 1778f.