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| Griechische Mythologie | |
Diesen Namen tragen eine Anzahl griechischer Sagengestalten.
Einer von ihnen war König von Argis, Sohn des Lynkeus und der Hypermnestra. Seine Herrschaft versah er mit großer Klugheit, unter anderem gelang die Gründung der nach ihm benannten Stadt Abas in Phocis sowie Argos Pelasgicum in Thessalien. Auch soll er die Abanten, einen bei HOMER erwähnten alten Stamm, nach Euböa gebracht haben.
Mit der Oecalea wurde Abas Vater des Acrisus und des Proitos.
Sein Ansehen bzw. die Furcht seiner Feinde soll noch nach dem Tod des Abas derart groß gewesen sein, daß die beim bloßen Anblick seines Schildes die Flucht ergriffen, als sie sich gegen seinen Nachfolger erhoben hatten. Dieses Schild als Rüstung im Kriege soll Abas selbst erfunden haben. Gegen diese Annahme spricht jedoch, daß bereits sein Vater ihm ein solches vermacht hatte.
Ein weiterer Abas war Sohn der Metanira (bzw. Misma oder Baubo), der sich bei der Göttin Demeter unbeliebt machte, als die, um Persephone trauernd, bei seiner Mutter eingekehrt war. Die Göttin trank begierig den angebotenen süßen Trunk, weshalb Abas sie wegen ihrer Gier nach Flüssigkeit verspottete. Erzürnt besprengte Demeter den Hals des Abas mit der Neige des Kelches und verwandelte den ungezogenen Knaben so in eine Sternechse (Stellio). Vom im Getränk enthaltenem Malz rühren die Flecken her, mit der diese Echsen noch heute geziert sind (OVID, Metamorphosen 5.446-461).
Unklar ist die genaue Art dieser Echse. Zoologen nannten den auf manchen griechischen Inseln und in Kleinasien vorkommenden Hardun, eine Agamenart, Agama stellio (franz. Stellion). Die männlichen Vertreter dieser kräftigen, bis gut 30cm groß werdenden Echsenart weisen häufig dunkel gesprenkelte Kehlen auf.
Das stachelige Äußere des Hardun mag, in Verbindung mit dem auffallenden Kopfnicken der Männchen, an den dreisten Knaben Abas erinnern.
Zu weiteren Personen mit Namen Abas fanden sich weniger Angaben:
Einer von ihnen ist Sohn des Poseidon und der Arethusa. Dieser Abas gilt als Namensgeber der Insel Abantis, die später Euböa genannt wurde.
Einer der Kentauren hieß Abas. Er galt als ein guter Jäger und konnte den Tumulten anläßlich der Hochzeit des Perithoos nur knapp lebendigen Leibes entrinnen.
Ein weiterer Abas brachte beim Kampf des Perseus gegen die Streiter des Phineus den Pelatae per Schwertstoß ums Leben.
Noch ein Abas war Sohn des Melampus und Vater der Lysimache.
Einer der Helden vor Troja hieß Abas. Er war Sohn des Erymantis und starb durch den Diomedes.
Schließlich erwähnen die Sagen um Aeneas zwei Helden dieses Namens. Der eine Abas war einer der Reisebegleiter des aus Troja entkommenen, der zweite eilte dem Aeneas zu Hilfe, als sich Turnus gegen dessen Truppen wandte, kam dabei aber durch den Lausus ums Leben.