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 Griechische Mythologie
 
 

Absyrtos

(lat. Absyrtus) Er war ein Sohn des Königs Äetes von Kolchis, als seine Mutter wird je nach Quelle Ipsia, Asterodia, Hekate, Idya, Neara oder Eurylyta genannt, seine Schwester ist Medea.

Nachdem die Tochter des Äetes, die Medea, den Führer der Argonauten, Jason, zum Erwerb des Goldenen Vlieses verholfen hatte und mit sich ihm von Kolchis absetzte, sandte ihnen Äetes den Absyrtus nach. Er sollte erst zurückkehren, wenn er die Flüchtigen gefangen und er das Vlies zurückgewonnen hätte.

Bei den Phäaken (auf der Insel Korfu) hatte Absyrtos sie eingeholt und ersuchte den König Alcinous, der ihnen Unterschlupf gewährte, um Auslieferung. Der entschied, wenn Medea noch am nächsten Tage von Jason unberührt sei, dann solle sie mit Absyrtus mitgehen. Wenn nicht solle sie Jasons Frau werden.

Der erfuhr davon durch Arete, die Gattin des Alcinous und ließ die Nacht nicht ungenutzt verstreichen, so daß Medea nicht an Absyrtos ausgeliefert wurde. Der fürchtete den Zorn des Vaters und verfolgte die Argonauten weiter.

Die Göttin Artemis hatte dem Jason eine Insel genannt, wo der ihr opfern sollte. Hier traf ihn der Absyrtus an und es kam zum Kampf, bei dem Absyrtus sein Leben ließ. Seine Begleitung mochte ohne ihn nicht heimkehren und verblieb auf einer anderen Insel des Adriatischen Meeres, die sie nach ihrem verblichenen Anführer Absyrtidem nannten.

Nach einer anderen Überlieferung starb Absyrtos durch seine Schwester. Medea hatte ihn demnach auf der Flucht in Stücke gehackt und warf die Teile dem verfolgenden Vater Äetes in den Weg, um dessen Nachsetzen so zu verlangsamen. Überdies setzte sie den Kopf und die Hände des Bruders so auf einen Felsen, daß Äetes dem Anblick kaum ausweichen konnte. Weil der seinen Sohn erst wieder zusammensetzen und ordentlich beerdigen ließ, gelang Medea und den Argonauten die Flucht. Das soll sich in Mösien (heute Serbien, Nordbulgarien und Dobrudscha) in einer Stadt namens Tomi zugetan haben (später Tomiswar).