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| Griechische Mythologie | |
(lat. Aegyptus, dt. Ägyptus) Er ist der Sohn des Belus und der Anchione, einer Tochter des Nilus. Sein Zwillingsbruder ist Danaus.
Während der Vater seinem Bruder die Herrschaft über Libyen übertrug, erhielt Ägyptus Arabien. Hier saßen bereits die Melampoden, die er allerdings vertrieb und das Land nach sich Ägypten nannte. Er wurde mit mehreren Frauen Vater von rund fünfzig Söhnen, die er mit den fünfzig Töchtern seines Bruders vermählen wollte, damit das Reich geeint würde.
Danaus erkannte aber, daß es dem Ägyptus nur um die Herrschaft ging und floh mit den seinen nach Griechenland, wo er König von Argos wurde. Ägyptus ließ ihnen durch seine Söhne nachsetzen und Danaus ergab sich zum Schein und willigte in die Hochzeit ein.
In der Hochzeitsnacht tötete aber jede seiner Töchter, den Danaides, ihren Bräutigam. Einzig die Hypermnestra hatte Gefallen an ihrem Lynceus und beließ ihn am Leben.
Die Köpfe der Söhne wurden zu Argos beerdigt, ihre Körper am Ort der Hochzeitsfeier, Lerna.
Die Mütter der Söhne des Ägyptus waren Argyphibia, seine angetraute Gattin, sowie die Nebenfrauen Arabia, Phoenissa, Tyria, Caliande, Gorgones und Hephaestine (Apollod. lib. II. cap. 1, §5, zit. n. HEDERICH, Sp. 94). Kinder Letzterer sind Arbelus, Daiphron, Hippokoristes, Hyperbius, Idas und Pandion.
Einer dieser Söhne hieß wie sein Vater Ägyptus, seine Braut war Dioxippe.