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Hypatia von Alexandria

Eine Philosophin und Mathematikerin der Spätantike, die in Alexandria (Ägypten) wirkte.

Hypatia von Alexandria, Tochter des Mathematikers und Astronomen Theon, wirkte in Alexandria als Lehrerin der Mathematik und der neuplatonischen Philosophie, ihre Schriften befaßten sich u. a. mit dem Kegelschnitt. Die Denkerin wirkte auch auf das politische Leben ihrer Zeit und wurde dafür ebenso gelobt wie getadelt. Möglicherweise deshalb wurde sie 415 von einem christlichen Mob gelyncht. (LAMER, 325)

Auf dem Weg zur Akademie soll ihr — auf Befehl des Kyrillos, Patriarch von Alexandria — eine Bande Mönche aufgelauert, sie aus ihrem Wagen gezerrt und in eine Kirche verschleppt haben, wo die Mörder der Philosophin mit Austernschalen das Fleisch von den Knochen gekratzt und das übrige verbrannt haben sollen (CORVIN, 123). Die behördliche Untersuchung des Verbrechens soll durch Bestechung unterbunden worden sein. Den Anstifter, Kyrillos, sprach Papst Leo XIII. 1882 heilig und kanonisierte ihn zum Kirchenlehrer. (WALKER, 432)

„Hypatias Lehren waren in ganz Ägypten berühmt. Ihr Tod signalisierte den Untergang des heidnischen Wissens in diesem Land.” (WALKER, 432)