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   Griechen - Literatur und Quellen
 

Apollonios Rhodios

(Apollonios der Rhodier) Ein griechischer Dichter und Gelehrter, der Anfang des dritten Jahrhunderts v. in Alexandria geboren sein soll. Später übersiedelte er nach Rhodos.

Sein Lehrer Kallimachos war in Alexandria der führende Dichter und Gelehrte, wo er an der berühmten Bibliothek wirkte. Apollonios selbst trat etwa 260v. als Nachfolger des Zenodotos die Leitung dieser Bibliothek an. Dabei kam es wegen literarischer Meinungsverschiedenheiten zum Zerwürfnis mit seinem ehemaligen Lehrer, dessen Vorgesetzter er nun war. In Folge des einsetzenden Kleinkrieges verließ Apollonios die Stellung und ging 247v. nach Rhodos.

Die Streitigkeiten bestanden darin, daß Apollonios eine episch-breite Darstellung bevorzugte, die von Kallimachos, einem Freund knapper, dabei vollendet ausgeführter Verse, strikt abgelehnt wurde. Apollonios hatte sich nämlich die Freiheit erlaubt, altüberlieferten Stoffen freie Dichtung beizufügen, darunter Ausschmückung durch zusätzliche Heldentaten und eine Betonung der Liebe.

Berühmtestes Werk des Apollonios ist die vierbändige Argonautika. Sie beschreibt die abenteuerliche Fahrt der Argonauten unter Führung des Jason nach Kolchis, wo sie das Goldene Vlies erbeuten. Mit Hilfe der Liebe der Medea zu Jason gelingt das Stück.

Darüber hinaus blieb kaum mehr erhalten als ein Text gegen Kallimachos, mit dem er sich übrigens später versöhnt haben soll.

 

Literaturhinweise

Apollonios von Rhodos: Das Argonautenepos
2 Bde., hg. von Reinhold Glei, Stephanie Natzel-Glei
1996 Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt
erhältlich bei Amazon.de

Benjamin HEDERICH listet in der Bibliographie seines „Gründlichen mythologischen Lexikons” als Werk des Apollonios „die Argonautica in vier Büchern (...), welche von Jer. HÖLZLIN mit den griechischen Scholien und seinen Anmerkungen 1641 in 8 zu Leyden herausgegeben worden.” (Gründl. mythol. Lex., XXVI).
Soweit in diesen Seiten Apollonios nach HEDERICH zitiert ist, sollten die Belege in diesem, mir sonst nicht weiter zugänglichen Werk auffindbar sein.

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