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   Griechenland - Dichtung
 

Tragödie und Komödie

Als Erfinderinnen dieser Form der Dichtung gelten die Musen Melpomene (Tragödie) und Thaleia (Komödie).

Als die drei großen griechischen Tragiker gelten Sophokles, Aischylos und Euripides, doch liegen die Anfänge der Tragödie im Dunkel. Aristoteles führt sie auf Satyrspiele zurück, bei den ein Chor als ziegenbocksähnliche (tragoi) Satyrn auftrat, die tragodia war der „Bocksgesang”. Das alles führte er auf die Dythramben des Dionysoskultes zurück, bei denen sich aus dem Ausführenden Priester der Schauspieler entwickelte. Auch der Kult des Heros Adrastos kannte den tragischen Chor.

Die erste Aufführung einer Tragödie soll um 600v. der Arion vorgenommen haben, bei der ein Chor der Satyrn die Handlung begleitete. Bei Thespis kam der Schauspieler hinzu, womit eine dramatische Dialogführung möglich wurde.

In der Folge trat der Chor allmählich zurück und die Aufführungen enthielten mehr Handlung. Zu dem ersten Schauspieler, dem Protagonisten, tritt in Athen bei Aischylos der Deuteragonist als zweiter hinzu, dem Sophokles noch einen dritten als Tritagonisten beigesellte. In dieser Phase enthielten die Stücke einen Prolog und mehrere Szenen, Tänze und Gesänge des Chors trennten die Reden der Schauspieler.

Aufgeführt wurden die Tragödien bei besonderen Festen und waren Bestandteile religiöser Feste. Der Archont nahm die Anmeldungen der Dichter entgegen, die ihre Stücke vortrugen, beispielsweise traten bei den großen Dionysien jeweils drei Dichter an, die je vier Stücke aufführen ließen. Chor und Schauspieler wurden dem Dichter vom Staat zugeteilt, wenn die Dichter nicht selbst mitspielten. Über das beste Stück entschieden ein Kollegium von Juroren, der Sieger erhielt einen Lorbeerkranz, vielleicht auch Geld zum Preis.

Bei den Aufführungen traten die Mitwirkenden, ausschließlich Männer, maskiert auf. Auch Requisiten kam zum Einsatz, etwa Kräne, die eine Luftfahrt des Protagonisten ermöglichte. Da so das Eingreifen der Gottheit gezeigt werden konnte, spricht man vom deus ex machina.

Wie das moderne Theater kannte das antike einen Vorhang. Der wurde aus einer Versenkung hochgezogen, so daß es schien, als ob darauf abgebildete Figuren aus dem Boden wüchsen.

Insgesamt sind über 1000 athenische Tragödien als Erwähnung oder Bruchstück erhalten, nur 34 sind vollständig überliefert, die allesamt von Sophokles, Aischylos und Euripides stammen. Die Tragödien waren so gut wie immer mythologischen Inhalts. Durch freie Behandlung der Stoffe stellten die Dichter gesellschaftliche und politische Themen dar.

Die Ftrage, welchem der Tragöden Aischylos und Euripides die Ehre zukomme, der größte genannt zu werden, entscheidet Aristophanes zugunsten des Aischylos, den er in seiner Komödie „Die Frösche” von Dionysos unter die Lebenden zurückholen läßt, um dem verödeten Geistesleben neuen Schwung zu geben.

 

„Komödie” ist noch in Vorbereitung.