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 Griechische Mythologie
 
 

Althäa

Sie ist die Tochter des Thestius und der Eurythemis. Mit dem König von Kalydon, Oeneus, ist sie Mutter von Toxeus, Thyrcus, Khymenus, Gorge, Deianira und Meleager. Letzteren soll sie vom Gott Ares empfangen haben.

Ihrem sieben Tage alten Sohn Meleager erschienen die Moiren. Klotho phrophezeite ihm Großmut, Lachesis Tapferkeit und Atropos sagte, Meleager hätte so lange zu leben, als das Holz im Ofen des Zimmers brenne. Althäa nahm sogleich das Holz aus dem Feuer und verschloß es in einem Kasten.

Als Meleager später im Streit um das kalydonische Schwein die Brüder seiner Mutter tötete, nahm Althäa darüber erbost das Holz aus dem Kasten und übergab es dem Feuer. Wenig später reute sie die Tat und sie erhing sich, doch war es um Meleager geschehen.

Eine andere Geschichte weiß zu berichten, daß Althäa während der Schwangerschaft mit Meleager Olivenblätter aß. Bei der Geburt des Kindes kamen diese mit ihm unversehrt ans Licht zurück.
Homer läßt den Meleager durch den Fluch der Mutter sterben, andere Überlieferungen berichten von einer Wachspuppe, welche die Mutter ins Feuer warf und so das Leben des Meleager beendete.

Althäa gilt auch als die Natur selbst. Der zu verfeuernde Brand sei dann die Ursprungsfeuchtigkeit, welche das Menschenleben erhält und wenn die vertrocknet ist, naht der Tod (Boccaccio, nach HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp.197).