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 Griechische Mythologie
 
 

Amphitrite

Eine griechische Meeresnymphe, Meeresgöttin oder auch die Personifikation des Meeres selbst.

Als ihre Eltern werden der Okeanos und die Tethys genannt. Doch soll Amphitrite auch Schwester der Tethys sein oder mit der einerlei, so daß als ihre Eltern Coelus und die Gaia zu nennen wären.

Nach HESIOD ist Amphitrite eine der fünfzig Meernymphen Nereides und somit Tochter des Nereus und der Doris. (Theogonie, 243)

Eigentlich wollte Amphitrite unverheiratet bleiben. Poseidon aber hatte es auf sie abgesehen und bedrängte sie derart, daß Amphitrite sich zu Atlas flüchtete und bei ihm vor Poseidon verbarg. Der ließ aber nicht von seinem Begehren ab und sandte Boten überallhin zur Suche. Endlich fand ein Delphin die Amphitrite auf einer atlantischen Insel und ihm gelang es, die Begehrte zur Einwilligung zu bereden. Zum Dank für diese geglückte Vermittlung wurde der Delphin als Sternbild an den Himmel versetzt.

Der Verbindung der Amphitrite mit dem Poseidon entsprossen eine ganze Reihe von Kindern, darunter Triton (HESIOD, Theogonie, 930f.) und Rhode.

Dennoch ging Poseidon auf Abwege, was der Amphitrite arg mißviel. Als Poseidon der Skylla den Hof machte, griff Amphitrite zu Zauberkräutern und vergiftete damit das Badewasser der Skylla. Die entstieg dem Bade nicht gereinigt und erfrischt, vielmehr fand sie sich in ein garstiges Ungeheuer, das später unter anderen dem Odysseus zusetzte.

Dargestellt wird Amphitrite als schöne Frau, meist nackt oder um den Unterleib bekleidet, mit Poseidon, besonders aber mit einem ihr Haupt umwehenden Schleier, woran sie von anderen Meergöttinnen zu unterscheiden ist. Als Beine hat Amphitrite oft ein oder zwei Fischschwänze, ähnlich einer Meerjungfrau. Manchmal ähnelt sie auch der Aphrodite, wenn sie auf einem Muschelwagen dargestellt wird und heißt dann Venus-Amphitrite (Venus ist der römische Name der Aphrodite).

In Kionia im Westen der Insel Tinos stehen Reste eines dem Poseidon und der Amphitrite geweihten Tempels.

 

Quelle:
Soweit nicht gesondert angegeben und im Wesentlichen folgt obige Darstellung HEDERICHs Gründl. mythol. Lexikon