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 Griechische Mythologie
 
 

Antaios

(lat. Antaeus) Einer dieses Namens ist ein Riese, der von Herakles überwunden wurde. Der andere Antaios war ein Befehlshaber des Turnus, gegen den Aenaeas mit den Seinen zu bestehen hatte, als er mit den Trojanern in Italien landete (Vergil, Aeneis X., 561)

Der Riese Antaios soll Sohn des Poseidon oder aber der Erde gewesen sein. Er war könig in Libyen und von ungeheurer Größe (über 60 griechische Ellen). So fiel es ihm leicht, alle Fremden niederzuringen, denn er pflegte sie alle zu solchem Kampfe herauszufordern.

Sein Aufenthaltsort war entweder eine Höhle, aus welcher er stets neue Kraft schöpfte, oder er lebte in der von ihm erbauten Stadt Tingis. Von seiner Wohnung aus jagte Antaios neben Fremden auch die Einwohner seines Landes, am liebsten verspeiste er aber Löwen.

Eines Tages geriet Antaios an den Heros Herakles, der wegen seines Auftrags, dem Eurystheos die Rinder des Geryon zu holen, in Libyen unterwegs war. Der Riese verdoppelte seine Kraft, indem er sich mit Sand bewarf, Herakles bestrich sich griechischer Sitte gemäß mit öl. Beide Kämpen hielten einander lange stand, bis endlich Herakles bemerkte, daß Antaios bei jedem Niederwurf auf den Erdboden neue Kraft gewann. Er packte darum den Riesen und hielt ihn hoch in die Luft, wodurch er den seiner Kraftquelle beraubten erwürgen konnte.

Die Darstellung folgt im Wesentlichen HEDERICH, Sp. 272f.)

 

Antaios ist auch Name einer von Mircea Eliade und Ernst Jünger herausgebenen Zeitschrift (seit 1960, Klett, Stuttgart).