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| Griechische Mythologie | |
Die griechische Mythologie kennt zwei verschiedene Frauengestalten namens Arne.
Die eine war Tochter des Aiolos und Geliebte des Poseidon. Daß dieser Gott sich seiner Tochter genähert habe, wollte ihr Vater nicht glauben und gab sie einem Mann aus Metapontos mit. In dessen Heimat kam Arne mit zwei Söhnen nieder, Aiolos und Boiotos, die jener Mann adoptierte. Leider verdroß dieses Verhältnis die Gattin des Metapontiners und im Streit töteten die Kinder der Arne ihre Stiefmutter.
Gemeinsam mit Aiolos und Boiotos verließ Arne daraufhin Metapont und sie gingen nach Böotien und Thessalien, wo jeweils eine Stadt nach der Arne benannt wurde. Die Stadt Arne in Böotien wurde später als Chaironeia bekannt (PAUSANIAS,Boeotien 40,5).
Die andere Arne lebte auf der Insel Sithon und verriet ihre Heimat gegen Geld an die Kreter, die unter könig Minos gegen Sithon zu Felde zogen. Wegen dieser Schandtat wurde Arne von den Göttern in eine Dohle verwandelt, die darum bis heute auf glitzerndes Gold versessen sei (OVID, Metamorphosen VIII,466, zit. n. HEDERICH, Gründl. mythol. Lexikon, Sp. 425).