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 Griechische Mythologie
 
 

Asklepios

(lat. Aesculapius) Dieser war ein Sonn des Gottes Apollo und der Koronis, einer Tochter des Königs Phlegyas von Thessalien. Er gilt gemeinhin als griechischer Gott der Arzneikunst.

Apollo tötete die Koronis, weil die sich, bereits von Apollo mit Asklepios schwanger, mit dem sterblichen Ischys eingelassen hatte. Die Leibesfrucht rettete Hermes und brachte sie zum heilkundigen Kentauren Chiron, der seinen Ziehsohn Asklepios bei der Gelegenheit in die Heilkünste einweihte.

Oder Koronis zog auf den Peloponnes, wo sie auf einem Berg bei Epidaurus niederkam und den Neugeborenen zurückließ.
Den fanden zwei Tiere, die Ziege des Hirten Aresthanas, die das Kind säugte und dessen Hund, der andere Tiere abwehrte. Als Aresthanas hinzukam und den kleinen Asklepios zudem noch wie Feuer strahlte, zog sich der Hirt erfurchtsvoll zurück.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Überlieferungen, die als Väter auch Zeus, Hermes oder Arsippus angeben, auch über Mutter und Ort des Geschehens gibt es abweichende Meinungen.

Asklepios beherrschte alle Fächer der Medizin, Chirurgie und Kräuterkunde, sogar Tote vermochte er zu erwecken, darunter Glaukus, der Sohn des Königs Minos, Hymenäus und Lykurgus.

Auch am Argonautenzug soll er teilgenommen haben, nachdem ihn Jason und Herakles bei Chiron angetroffen hatten.

HOMER nennt als zwei Söhne des Asklepios die heilkundigen Podaleirios und Machaon, die mit den Achaiern gegen Troja ziehen. (Illias 2.732)

Als seine Gattin wird die Hygieia genannt, wenngleich sie auch seine Tochter gewesen sein soll.

Soweit Asklepios mit dem ägyptischen Imuthes identisch ist, gilt er als Erbauer des Königspalastes von Memphis und als Autor anatomischer Lehrbücher.

Seinen Tod fand Asklepios durch den Donnerkeil des Zeus. Bei dem hatte sich sein Bruder Hades beschwert, daß sein Totenreich unter den Wiederbelebungen des Asklepios zu leiden habe.
Im Gegenzug erschoß Apollo die Kyklopen, die dem Zeus die Donnerkeile geschmiedet hatten.

Nach seinem Tod wurde er unsterblich und, da er als Erfinder der Medizin angesehen wurde, zum Gott der Arzneikunst, dem an zahlreichen Orten Heiligtümer gewidmet waren. Besonders an seinem Geburtsort befand sich ein Zentrum seiner Verehrung. Neben einem heiligen Hain befand sich hier ein Tempel mit einer von Thrasimedes aus Gold und Elfenbein geschaffene Statue des Gottes. Wie diese Statue nach Rom gebracht werden sollte, lesen Sie bitte unter Aesculapius. Beim Tempel des Asklepios von Kos gründete Hippokrates seine Schule der Heilkunst

Die Heilung im Asklepius-Kult bestand oft darin, daß der Kranke im meist außerhalb der Stadt gelegenen Tempel des Asklepios schlief. Im Traum erschien ihm dann der Arzt und gab dem Patienten Diäten oder andere Behandlungsmethoden auf. Zahlreiche Gaben belegen die Wirksamkeit. Der Kult war eng mit der Unterwelt verbunden. In seinen Heiligtümern wurden heilige Schlangen aufbewahrt.

Dargestellt wird Asklepios meist als ein bärtiger, ernster Mann, mit Lorbeer, sich auf einen Stab stützend, der von einer Schlange umschlungen wird. Dieser Asklepiosstab wurde zum Symbol der Heilkunde. Ihm heilige Tiere waren Hähne, Nachteulen, Schlangen.
Auch die Zypresse ist Symbol des Asklepios (BIEDERMANN, S. 507).

Seine verschiedenen Namen sind Aglaopes, Apaleriacus, Archgetas, Aulonius, Causius, Coronides, Cotyläus, Demenaetus, Epidaurius, Gortynius, Hagnitas, Pergameuns und Tricäcus (nach HEDERICH, Sp. 121).

Ort seiner Verehrung war besonders Epidauros, weitere befanden sich in Athen, Knidos, Kos, Naupaktos, Pergamon und Sikyon.

In Rom führte man seinen Kult im Jahre 293 v. ein, nachdem man anläßlich einer Seuche die sibyllinischen Bücher nach Abhilfe befragt hatte. Daraufhin übernahm man den Kult direkt aus Epidauros und errichtete 291 auf der Tiberinsel einen Tempel des im Lateinischen Aesculapius genannten Gottes.

Als Sternbild Schlangenträger (Ochiuchus) wurde Asklepios an den Himmel versetzt.

Asklepios ist gleich dem römischen Aesculapius und wird auch den ägyptischen Serapis und Imuthes sowie dem phönizischen Esmun gleichgesetzt.