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| Griechische Mythologie | |
Sie ist eine Heldin der griechischen Mythologie.
Ihre Mutter war Klymene, als Vater werden mehrere genannt, Jasus, Jasion oder Jason. Weil ihr Vater lieber einen Sohn gehabt hätte, wurde Atalanta nach ihrer Geburt auf dem Berg Parthenius ausgesetzt, wo sie eine Bärin auffand. Die hatte gerade ihre Jungen verloren und begann nun statt jener die Atalanta zu säugen. Als Jäger sie so fanden, nahmen sie Atalanta mit sich und zogen das Mädchen weiter auf, das sich zu einer starken und schnellen Jägerin entwickelte. Dabei war sie von erlesener Schönheit, ihr gelbes Haar leuchtete wie die Sonne.
Als ihr die beiden Kentauren Hyllus und Rhoekus nachstellten, streckte sie Atalanta mit ihren Pfeilen nieder.
Eine weitere Heldentat gelang ihr, als sie an der Jagd auf das Kalydonische Schwein teilnahm. Die tapfersten Helden aus ganz Griechenland waren an dieser waghalsigen Unternehmung beteiligt. Mancher verliert dabei Gesundheit und Leben, ehe es Atalanta gelingt, dem Untier eine erste Wunde beizubringen, ehe Meleager es vollends erlegen kann.
Für ihre tapfere Tat spricht Meleager ihr die höchsten Trophäen der Beute zu, den Kopf und die Haut des Schweins.
Das mißfällt den Onkeln des Meleager, Plexippus und Toxeus, die der Atalanta auflauern, von Meleager jedoch überwältigt werden. Während der von seiner Mutter zu Tode gebracht wurde, zog Atalanta mit den Argonauten nach Kolchis. Als die Reisenden die Leichenspiele des Pilias abhalten, vermag Atalanta im Ringkampf sogar den starken Peleus zu besiegen.
Als sich herausstellt, was die Herkunft der Atalanta ist, wird sie mit Freuden von den Eltern aufgenommen. Ihr Vater bedrängt sie, sich endlich zu verehelichen. Ihr Gatte soll Milanion gewesen sein, von dem sie Mutter des Parthenopäus wurde. Als dessen Vater werden auch der Meleager oder der Gott Ares genannt.
Eine andere Atalanta war Tochter von Schöeneus, dem König der Insel Scyrus. Sie war wie die vorgenannte außergewöhnlich schön, lehnte aber eine Heirat ab, denn ein Orakel hatte ihr geweissagt, die Heirat werde einst ihr Verhängnis. Wer immer sie freien wollte, hatte zunächst einen Wettlauf gegen sie zu bestehen. Wer verlor, war des Todes (OVID, Metamorphosen X.560ff.).
Der Hippomenes hatte von der Göttin Aphrodite drei goldene Äpfel (oder Quitten) bekommen. Im Wettlauf warf er sie nacheinander der Atalanta in den Lauf, was diese aufhielt. Weil Atalanta das Rennen insgeheim recht gern verlor, kann Hippomenes so tatsächlich als erster das Ziel erreichen und wird Atalantas Gatte.
Bei der Hochzeit, die sie in einem Tempel des Zeus hielten, soll sie der Gott in zwei Löwen verwandelt haben.
Das soll sich nach anderen im Tempel der Kybele zugetragen haben und die Göttin habe sie später anstelle der Pferde vor ihren Wagen gespannt (OVID, Metamorphosen X.702ff.).
Noch eine dritte Frau, die Gemahlin des Akastus, wird manchmal Atalanta genannt, heißt aber sonst Astydamia (nach Hederich 1996, Sp. 457).
| Literaturhinweis |
| Ovid Metamorphosen 1997 DTV, München |
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| Bellinger, Gerhard J. Knaurs Lexikon der Mythologie. Mit über 3000 Stichwörtern zu den Mythen aller Völker. 1999 Droemer Knaur, München |
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| Hederich, Benjamin Gründliches mythologisches Lexikon Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. Gebundene Ausgabe, Wissensch. BG., Darmstadt |
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