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| Griechische Mythologie | |
Eine Tochter des Zeus, die der wegen ihrer Unarten aus dem Olymp verwies.
Sie ist der böse Geist der Zwietracht und des Fluches. In ihrer Verblendung lehnt sie es ab, mit ihren Füßen den niederen Erdboden zu berühren und wandelt darum über die Köpfe der Menschen hinweg, wobei ihre Unart auf diese abfärbt und sie ins Verderben stürzt.
Nach Homer verärgerte Ate den Zeus damit, daß sie die Geburt dessen Lieblings Herakles verzögerte und so dessen Bruder Eurystheus der Erstgeborene wurde. Der erzürnte Zeus packte sie darum beim Schopfe und schleuderte sie auf ewig aus der Wohnung der Unsterblichen auf die Erde hinab. Hier rächte sich die wütende Ate dann an den Menschen.
Ate wurde von den Kirchenvätern mit dem gefallenen Engel Luzifer identifiziert. Justin meinte, Homer habe diese Geschichte in Ägypten gefunden und die entsprechende Stelle (Jesaja 14,12) der Bibel gelesen, ungeachtet der chronologischen Abfolge (womöglich unter Einwirkung der Ate). Sie wurde auch als die Eva gedeutet.
Eine andere Ate, womöglich die eigentliche, war eine Phrygierin. An ihrem Grabe legte sich ein Ochse nieder und gab so dem Ilus das Zeichen, an dieser Stelle die Stadt Ilium (Troja) zu errichten.