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| Griechische Mythologie | |
(auch Augeas) Ein Sohn des Sonnengottes Helios, des Meergottes Poseidon oder des Phorbas, als seine Mutter wird Naupidame, Aphidamas oder Hyrmine angenommen. Augias war sagenhafter König von Elis, der gewaltige Viehherden besaß.
Schon in seiner Jugend fuhr er als einer der Argonauten mit nach Kolchis, doch bekannter ist er als Besitzer unglaublich verdreckter Stallungen.
Eurystheus trug dem Herakles als eine seiner Arbeiten auf, diese Stallungen zu säubern, was Augias gern annahm. Sollte es Herakles gelingen, gründlich auszumisten, sollte der Heros die Tochter des Königs erhalten und obendrein ein Zehntel seines Viehs.
Eine wahrhafte und sprichwörtlich gewordene Herkulesarbeit: In den Ställen standen 3000 Rinder, seit dreißig Jahren waren sie nicht ausgemistet worden. Herakles gelang die Erfüllung der Aufgabe, indem er die Flüsse Alpheios und Peneus bzw. den Minycius durch des Augias´ Stallungen leitete und allen Mist wegschwemmen ließ.
Als das Wasser hell und klar aus den Ställen floß, war das Ziel dieser Waschung erreicht, aller Mist war davongespült.
Als Augias sich daraufhin weigerte, seinerseits die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen, da er erst danach erfuhr, daß Herakles das keineswegs freiwillig getan hatte, jagte er Herakles davon.
Das konnte der sich nicht gefallen lassen, zumal er sich nicht sonderlich in der Rolle des Stallknechts gefallen hatte. Er bot ein Heer auf und griff den Augias an. Doch blieb das Unterfangen ergebnislos, weil Augias sich des Beistandes mächtiger Helfer, darunter die Söhne des Aktor, Eurytus und Kteatus, versichern konnte. Erst als Herakles diese beiden getötet hatte, gelang es ihm, Augias zu überwinden.
Ob er ihn dabei getötet hatte, bleibt dunkel. Die einen sagen, Herakles habe den Augias getötet und dessen Sohn Phyleus sei ihm in der Herrschaft nachgefolgt, die anderen billigen Augias ein friedliches Ende in hohem Alter zu.
Jedenfalls soll dem Augias später alljährlich als eines göttlichem gedacht worden sein. Immerhin wird von ihm, als der Sonne Sohn, berichtet, er habe, wie Mose, ein glänzendes Angesicht gehabt, dessen Augen Strahlen aussandten. Außer Phyleus gelten als seine Söhne Agasthenes und Eurythus, als seine Tochter Agamede.