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| Griechische Mythologie | |
(griech. der vom Berge Kommende). In der griechischen Mythologie ein Windgott und König der Winde.
Boreas ist die Personifikation des heftigen und rauhen Nordwindes, der Kälte und Sturm bringt und während der Perserkriege der Flotte der Perser zusetzte.
Der rasche Boreas ist der Sohn des Sterngottes Astraios und der Morgenröte Eos. Seine Brüder sind Notos und Zephyros. (HESIOD, Theogonie, 377-382), auch Euros. Dargestellt wird Boreas als geflügelter Mann mit wildem Bart- und Haarwuchs.
Im Mythos entführte Boreas die athenische Königstochter Oreithyia nach Thrakien und machte sie zu seiner Gattin, mit der er zwei Söhne und zwei Töchter, darunter Chione, hatte. Sie wurde später die Frau des Phineus, dessen zweite Frau die Kinder blendete. Um das zu bestrafen, sandte Boreas die Windgeister Harpyien in das Land des Phineus.
Im Schöpfungsmythos der Pelasger bildete sich Eurynome aus dem Chaos und fand sich in der Leere. Sie schied Himmel und Wasser und tanzte über das Meer südwärts, bis sie den Hauch des Nordwindes Boreas verspürte. Sie rieb den Hauch zwischen ihren Händen und die Luft verdichtete sich zu der Schlange Ophion.
Eurynome ließ sich von Ophion umschlingen und verpaarte sich mit ihm, daß sie schwanger wurde. Endlich legte sie ein Ei, um das sich Ophion siebenfach schlang und es so ausbrütete. Dem Welt-Ei entschlüpften Sonne, Mond und Erde und mit der alles irdische Leben.
Nach Boreas ist das sagenhafte Land Hyperborea benannt (jenseits des Boreas), das hoch im Norden liegen soll.
HOMER berichtet, daß Boreas sich in ein Pferd verwandelte und zwölf Füllen zeugte (Ilias 20.223).
Boreas hieß auch einer der vielen Hunde des Aktaeon, die ihren Herrn zerrissen, als der in einen Hirsch verwandelt war.