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| Griechische Mythologie | |
In der griechischen Mythologie ein Ungeheuer, das als Meeresstrudel die Schiffer ertränkt.
Gegenüber der Skylla, einem anderen Meerungeheuer, liegt die Charybdis. Dreimal am Tag saugt dieser Strudel die Fluten ein und speit sie wieder aus, todbringend für alle Seefahrer.
Odysseus und die Argonauten sind bekannte Seefahrer, die es durch diese Meerenge schafften. Weil Odysseus von der Kirke geweissagt war, daß entweder alle in der Charybdis oder sechs durch die Skylla ihr Leben verlieren würden, ließ Odysseus, nachdem sie zuvor bereits glücklich an den Sirenen vorbeigekomnen waren, die Meerenge nahe der Skylla passieren, wo jedes der sechs Mäuler Skyllas einen der Genossen raubt (HOMER, Odyssee 12.201ff.).
Nachdem die Schlachtung der heiligen Rinder des Helios auf der Insel Thrinakia das scheitern des Schiffes heraufbeschworen hatte, entrann Odysseus aufs neue dem Sog der Charybdis, indem er sich über dem Strudel an dem Ast eines Feigenbaumes festhielt, der über die Küste ragte (ebd. 12.426ff.). So kommt Odysseus nach weiterer Irrfahrt zur Insel der Kalypso.
Skylla und Charibdis finden ihre naturwissenschaftliche Erklärung in geographischen Besonderheiten: An der Meerenge von Messina bedrohen Strudel und Winde die Schiffahrt. Diese für die Seefahrt besonders ungünstige Situation wird als Wohnort der beiden Ungeheuer gedeutet.
Man meint auch, mit dieser Meerenge sei die Straße von Gibraltar gemeint (vgl. SPANUTH, Die Atlanter, S. 379).