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 Griechische Mythologie
 
 

Chtonius

Mehrere tragen diesen griechischen Namen, der „erdentsprossen” bedeutet und im lateinischen je nachdem mit Terrestris oder Infernus wiedergegeben wird, also den irdischen wie den unterirdischen Aspekt in sich trägt.

Mit Beinamen hießen die olympischen Götter Zeus, Dionysos und Hermes Chtonius.

Zeus Chtonius soll auch der Pluto sein, in Olympia soll damit Zeus selbst gemeint sein.

Den Dionysos/Bacchus nennt man so, weil er die Persephone/Proserpina zeugte, die später Herrscherin der Unterwelt wurde.

Den Götterboten Hermes nennt man Chtonius, weil er bei seiner Verrichtung den Himmel wie Erde und Unterwelt verbindet. Dem Hermes Chtonius wurde bei den Argiviern nach dem Tod eines Menschen dreißig Tage lang geopfert.

 

Ein Chtonius war einer der fünf Sparten. Diese entsprossen den von Kadmus in die Erde gesäten Zähnen des kastalischen Drachens. Chtonius half dem Kadmus bei der Gründung Thebens.

 

Der Gott Poseidon hatte mit der Syme einen Chtonius zum Sohn, der später die Besiedlung einer Insel anführte und ihr den Namen seiner Mutter gab.

 

Ein weiterer Chtonius gehörte zu den Kentauren. Auf der Hochzeit des Pirithous kam er durch den Caeneus ums Leben.