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| Griechische Mythologie | |
Dieser gilt als Erdgeist und ältestes aller Wesen, das Himmel, Erde und Meer mit allem darin, also aller Götter, Menschen und anderer Wesen hervorgebracht hat ohne selbst Ursprung zu haben.
Sofern Daemogorgon dargestellt oder beschrieben wird — seinen Namen auszusprechen sollte unterbleiben —, wird er als blasser, mit Erde bedeckter und mit Moos bewachsener Greis vorgestellt. Er wohnt tief im Innern der Erde in Gesellschaft des Chaos und der Ewigkeit.
Seine Schöpfung soll Daemogorgon bewirkt haben, da er sich in seiner Einsamkeit langweilte. Er formte eine Kugel, setzte sich darauf und umgab sich emporhebend die ganze Kugel, wodurch Himmel und Erde entstanden waren. Aus dem Erdinnern holte er entflammte Materie und setzte sie als Sonne in den Himmel.
Diese Sonne verheiratete er mit der Erde und sie zeugten die Unterwelt Tartaros, die Nacht Nyx und andere.
Der Daemogorgon zeugte neben anderen außerdem die Zwietracht (Eris), den Gott Pan, die drei Moiren, das Dunkel der Erdtiefe Erebus.
Somit kann Daemogorgon mit der Natur gleichgesetzt werden.
Diese Darstellung folgt Hederich 1996, Sp. 858
Die Vorstellung, daß aus der Erde Himmel und Meer entstanden findet sich außer bei Daemogorgon beispielsweise auch bei Gaea, die den Uranos und den Pontos gebar.
Als alten, grauen Mann, also ähnlich der Vorstellung vom Daemogorgon, wird in alchemistischer Allegorie der Saturnus vorgestellt, der für das Metall Blei steht.