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| Griechische Mythologie | |
Sie ist die Tochter des Königs von Kalydon, Oeneus (oder Dionysus) und der Althäa (oder eine Nereide, siehe unten). Als ihre übrigen Schwestern, Eurimedea und Melanippe in Vögel verwandelt wurden, aus Mitleid, weil sie allzusehr den Tod ihres Bruders Meleagers bejammerten, blieben nur Deianira und Gorge von diesem Gestaltwechsel verschont.
Deianira war eine sehr schöne Frau, viele Männer kamen in ihre Heimat Kalydon, um dort um sie zu werben. Ihr Vater wollte es sich aber mit keinem von denen verderben und verfügte darum, daß die Freier untereinander um die Hand seiner Tochter kämpfen sollten. Das schreckt viele der Bewerber ab, da einer von ihnen der Held Herakles ist, der auch einen der Freier, den Kentauren Eurytion, im Zweikampf getötet hatte. Einzig Acheloos wagt den Kampf, doch muß er dem Herakles nachgeben.
Drei Jahre nach der Heirat schicken sich Deianira und Herakles an, Kalydon zu verlassen. Dabei müssen sie den Fluß Evenus überqueren, der gerade Hochwasser führt. Hilfreich bietet der Zentaur Nessus an, Deianira durch die Flut zu tragen. Während des Überganges ist Nessus von Deianeira so sehr eingenommen, daß er trachtet, die Schöne in seinen Besitz zu bringen. Das bemerkt aber der am Ufer zurückgebliebene Herakles und er sendet dem Zentauren einen tödlichen Pfeil nach.
Der sterbende Nessus gibt der Deianira noch ein Zaubermittel, eine Mischung aus Öl, seinem Sperma und dem Blut seiner Wunde. Dieses Mittel sichere Deianira ewige Treue ihres Gatten.
Deren Verbindung ist eine Zeit recht glücklich, Deianira und Herakles werden Eltern von Hyllus, Macaria, Gynäus und Hodites. Dann aber glaubt Deianira, daß Herakles sich der Jole zuwenden wolle. Deianira erfuhr solches durch dessen Diener Lichas und sie besann sich des Mittels, daß ihr der Nessus gegeben hatte. Damit bestrich sie des Herakles Kleidung, doch hatte Nessus sie betrogen und Herakles litt in diesem Kleid unerträgliche Schmerzen, die ihn schließlich in den Tod trieben. Deianeira, entsetzt vom ungewollten Ergebnis, nahm sich den Strick.
Nach abweichender Darstellung war Deianira die Tochter des Deramenus. In dieser Geschichte hatte Herakles sie bereits zu Fall gebracht, doch begehrte sie der Zentaur Ixion trotzdem zur Frau. es kommt sogar zur Hochzeitsfeier, aber als Herakles hinzukommt, tötet der den Bräutigam.
Das Grab der Deianira soll in Argis oder am Berg Oeta bei Heraklea liegen, wo auch Herakles sich verbrennen ließ.
Deianira heißt auch eine Meernymphe. Sie gehört als Tochter des Nereus und der Doris zu den Nereiden.