| < zurück | |
| Griechische Mythologie | |
(griech. Widerhall, Gerücht) Eine Bergnymphe aus Böotien. Sie gehört zu den Oreiades und ist die Personifikation des Widerhalls.
Das Schicksal der Echo wird verschieben beschrieben: Sie lenkte die eifersüchtige Hera ab, als deren untreuer Gatte Zeus sich gerade mit anderen Nymphen vergnügte. Zur Strafe dafür verlor sie ihre Stimme, nur die jeweils letzten Silben ihrer Vorredner konnte sie noch aussprechen.
Echo verliebte sich in den Narkissos, fand aber keine Gegenliebe. Vor Gram darüber magerte sie bis auf das Knochengerüst ab und ihr Gebein wurde zu Felsen. Nur ihre Stimme blieb als Echo übrig.
Oder aber Echo erhörte nicht den in sie verliebten Pan, der darum rasend die Hirten in den Wahnsinn trieb. Die rissen daraufhin Echo in Stücke und verstreut über die Erde blieb nur ihre Stimme blieb als Echo lebendig.
Sie war aber auch Mutter der Jambe, die später die Demeter wieder zum Lachen brachte.
Für den englischen Philosophen FRANCIS BACON (1561 bis 1626) ist die Sage von Echo, die einige der wenigen Lieben war, die dem Naturgott Pan zugeschrieben wurden, ein besonders passender Mythos, denn sie, Echo, sei die wahre Philosophie, die getreulich die Worte der Natur wiederhole (Die Weisheit der Alten, S. 27).
Nach WALKER hieß Echo vormals Acco und die später zur Nymphe Erklärte soll eine vorhellenische Geburtsgöttin und Orakelgöttin gewesen sein. Ihr Name spiele auf die Stimme an, mit der sie das Orakel sprach. Diese Stimme sei als Stimme der Schöpfung aufzufassen, welche im alten Indien durch die Göttin Vac verkörpert worden sei und die bei den alten Hebräern Bath Kol (Tochter der Stimme) geheißen habe. Die von der Echo zu Narkissos gesprochenen Worte seien jene gewesen, die beim rituellen Königsopfer — Narkissos wird in diesem Fall als solches Opfer angesehen den Tod des Königs einleiteten (Das geheime Wissen der Frauen, S. 184).
Als akustisches Phänomen meint Echo den auch Widerhall genannten reflektierten Schall, der besonders im Gebirge oder im Wald vernehmlich ist. Damit das Ohr das Echo wahrnehmen kann, muß es wenigstens 35 m vom reflektierenden Objekt entfernt sein (Schall legt ca. 300 m/sek. zurück).