| < zurück | |
| Griechische Mythologie - Artemis | |
In der Stadt Ephesus, Kleinasien, befand sich ein berühmter Tempel der Göttin Artemis, dem Artemision, der als eines der antiken Weltwunder galt.
Obwohl der Tempel abbrannte, kennt man das Standbild der Ephesia, dem Beinamen der Artemis in Ephesus, von zahlreichen Abbildungen auf Münzen, Gemmen usw.
Charakteristisch für die Artemis Ephesia ist ihre Darstellung mit zahlreichen Brüsten, wobei der Unterleib eng - fast wie eine Mumie - gebunden ist. In den Händen hält sie Fackeln, ihr beigesellt sind zwei Hirsche, die manchmal auch ihren Wagen ziehen. Zuweilen sind noch allerlei Tierköpfe und andere Symbole der Natur mit abgebildet, was der Göttin einen pantheistischen Charakter gibt.
Auf in Ephesus gefundenen Münzen findet sich Artemis aber auch als die Jägerin, als solche Göttin gemeinhin gilt.
Zur Zeit des Paulus, als dieser Apostel im 1. Jahrhundert durch Kleinasien zog, bestand das Standbild der Artemis Ephesia aus Gold und Silber. In älterer Zeit, als hier noch die phönizische Astarte verehrt wurde, gab es nur ein hölzernes Götterbild.