Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Griechische Mythologie
 
 

Die Aloiden

(lat. Aloidae) Sie sind die Söhne des Poseidon und der Iphimedia, der Frau des Aloeus, nach dem sie ihren Namen haben.

Beide Brüder, Ephialtes und Otos, wuchsen zu ungeheuren Riesen heran, je nach Quelle alle Monate neu Finger in die Höhe oder zu insgesamt 900 Fuß Höhe (9 Plethris) bei einer Breite von 9 Cubitis. Bereits mit neun Jahren wagten sie den Kampf gegen die olympischen Götter.

Dazu stemmten sie den Berg Ossa auf den Olympus, obenauf türmten sie den Pelion und über diese Himmelsleiter suchten sie in den Himmel zu steigen. Ihren Forderungen an die Olympier, Hera zur Gattin des Ephialtes und Artemis dem Otos, gingen Anfangserfolge einher, als es den Aloiden gelang, den Ares gefengen zu setzen, der aber von Hermes wieder befreit wurde.

Unterdessen hatte sich Artemis in einen Hirsch verwandelt, der zwischen den Brüdern umhersprang und von deren Pfeilen beschossen wurde. Sie wich aber geschickt aus, während Epihialtes und Otos weniger geschickt waren und sich gegenseitig trafen. Es heißt abweichend auch, Artemis und Apollo hätten die Riesen erschossen, wobei Herakles ihnen half.

Ihre Kühnheit büßen die Aloiden im Tartaros, wo sie Rücken an Rücken mit Schlangen aneinander gefesselt amn einer Säule stehen. Oben auf der Säule sitzt eine Eule, deren Geschrei die Gebrüder plagt und die ihnen überdies die Eingeweide zerhacken soll (vgl. das Zerhacken der Leber bei Prometheus durch einen Adler und bei Tityos durch Geier).