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 Griechische Mythologie
 
 

Epigonen

(„die Nachgeborenen”) Sie sind die Söhne jener sieben Fürsten, die als Sieben gegen Theben erfolglos gegen diese Stadt gestürmt waren.

Namen und Anzahl der Epigonen werden unterschiedlich angegeben. Meistens sind sie wie ihre Väter sieben an der Zahl, ihre Namen sind Sthenelaus, Alkmäon, Promachus, Thersander, Aegialeus, Diomedes und Euryalus (bei APOLLODORUS), andere zählen acht namens Alkmäon, Amphilochus, Aegialeus, Diomedes, Promachus, Sthenelaus, Thersander und Euryalus (PAUSANIAS) oder auch neun (HYGINUS), hier wiedergegeben nach HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp. 337f.

Eteokles und sein Bruder Polynices hatten vereinbart, die Nachfolge ihres Vaters Oidipus im Königtum Thebens abwechselnd auszuüben. Eteokles weigerte sich aber, vertragsgemäß abzutreten, so daß sich Polynices hilfesuchend an den Adrastos von Argos wandte, der mit sechs weiteren Fürsten Theben angriff. Allerdings scheiterte diese Unternehmung der Sieben gegen Theben und sie alle kamen bis auf Adrastos um.

Ihre Söhne beschlossen, den Tod der Vater zu rächen. Unter Anführung des Alkmäon zogen ihre Heere gegen Theben, dessen Besatzung bald in Nachteil kam und man den Seher Teiresias um Rat ersuchte. Der gab den Kampf verloren und riet zum Abzug, was man in der kommenden Nacht in aller Heimlichkeit befolgte.

Als die Epigonen in Theben einrückten, plünderten und brandschatzen sie die Stadt, in ihre Gefangenschaft geriet dabei die Tochter des Teiresias, Daphne, die sie dem Apollo zum Geschenke nach Delphi schickten, wo sie eine bedeutende Seherin wurde.

Außer vom heimlichen Abzug wird auch von einem Ausfall der Thebaner berichtet, nachdem die Truppen der Epigonen Thebens Umland zu verwüsten begannen. Auch dieser Kampf sei unglücklich verlaufern und auch hier riet Teiresias zum Abzug.

 
 
Quellen & Literaturhinweis
Erzählt im wesentlichen nach:
 
Hederich, Benjamin
Gründliches Mythologisches Lexikon
Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen.
1996, Wissensch. BG., Darmstadt
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